Merkmale des Ölsystems der Motoren KAMAZ 740.11-240, 740.13-260, 740.14-300

Kombiniertes Nasssumpfschmiersystem

Das System umfasst eine Ölpumpe, einen Ölfilter, einen Öl-Wasser-Wärmetauscher, ein Ölkurbelgehäuse, einen Öleinfüllstutzen, ein Anzeigeröhrchen und eine Ölstandsanzeige.

Ölsystemmerkmale der KAMAZ 740.11-240, 740.13-260, 740.14-300 Motoren

Schema des Schmiersystems ist in Abb. 1

Vom Kurbelgehäuse 13 fördert die Ölpumpe 1 Öl zum Ölfilter 3 und über den Öl-Wasser-Wärmetauscher 6 zur Hauptleitung und dann zu den Verbrauchern.

Das Schmiersystem umfasst auch das Systemventil 2, das bei der Nenndrehzahl der Motorkurbelwelle einen Druck von 400–550 kPa (4,0–5,5 kgf / cm2) in der Hauptölleitung bereitstellt. Sicherheitsventil 14, eingestellt auf einen Druck von 931-1127 kPa (9,5-11,5 kgf/cm2), Bypass-Ventil 4, eingestellt auf einen Druckabfall über dem Filter von 150-220 kPa ( 1,5 -2,2 kgf/cm2) und Thermoventil 11 zum Einschalten des Öl-Wasser-Wärmetauschers.

Wenn die Öltemperatur unter 95 °C liegt, ist das Ventil geöffnet und der Hauptölstrom tritt unter Umgehung des Wärmetauschers in den Motor ein.

Wenn die Öltemperatur über 110 °C liegt, wird das Thermoventil geschlossen und der gesamte Ölstrom wird durch den Wärmetauscher geleitet, wo er durch Wasser gekühlt wird.

Dadurch wird sichergestellt, dass der Motor nach dem Start schnell warm wird und während des Betriebs die optimale Temperatur hält.

Konstruktiv befindet sich das Thermoventil im Ölfiltergehäuse.

Merkmale des Ölsystems der Motoren KAMAZ 740.11-240, 740.13-260, 740.14-300

Die Ölpumpe (siehe Bild) ist auf der unteren Ebene des Zylinderblocks montiert.

Das Antriebszahnrad wird auf das vordere Ende der Kurbelwelle aufgepresst und hat 64 Zähne, angetrieben 52, also eine Übersetzung von 0,8125.

Das Spiel beim Eingriff der Antriebszahnräder wird durch Dichtungen reguliert, die zwischen den Passflächen der Pumpe und des Blocks installiert sind und 0,15 bis 0,35 mm betragen sollten. Das Anzugsdrehmoment der Befestigungsschrauben der Ölpumpe am Block sollte betragen 49–68,6 Nm (5–7 kgfm).

Die Ölpumpe ist ein einteiliges Zahnrad. Enthält Gehäuse 2, Deckel 1 und Zahnräder.

Im Deckel befindet sich ein Schmiersystemventil 13 mit einer Feder 11. Im Ablaufkanal ist ein Sicherheitsventil eingebaut, bestehend aus einer Kugel, einer Feder und Unterlegscheiben.

Merkmale des Ölsystems der Motoren KAMAZ 740.11-240, 740.13-260, 740.14-300

Der Ölfilter (siehe Abbildung) ist auf der rechten Seite des Zylinderblocks befestigt und besteht aus einem Gehäuse 1, zwei Deckeln 9 und 11, in denen Hauptstromfilter 8 und Teilstromfilter 4 eingebaut sind.

Gewindekappen werden in den Körper geschraubt. Die Abdichtung der Kappen im Gehäuse erfolgt durch die Ringe 2 und 3.

Im Filtergehäuse befindet sich außerdem ein Bypassventil 15 und ein Thermoventil zum Einschalten des Öl-Wasser-Wärmetauschers.

Kombinierte Ölreinigung im Filter.

Der Hauptstrom des Öls durchläuft das Hauptstromfilterelement 8, bevor er die Verbraucher erreicht, die Feinheit der Ölreinigung von Verunreinigungen beträgt in diesem Fall 40 Mikron.

Durch das teil- durchströmte Filterelement 4 strömen 3-5 l/min. wo Verunreinigungen, die größer als 5 Mikron sind, entfernt werden.

Öl wird aus dem Teilsirupelement in das Kurbelgehäuse abgelassen. Mit diesem Schema wird ein hoher Grad an Ölreinigung von Verunreinigungen erreicht.

Die Ölwanne ist gestanzt und durch eine Gummikorkdichtung am Zylinderblock befestigt. Das Anzugsmoment der Kurbelgehäuse-Befestigungsschrauben beträgt 8 - 17,8 Nm (0,8 - 1,8 kgfm).

Das Thermoventil zum Einschalten des Öl-Wasser-Wärmetauschers besteht aus einem federbelasteten Kolben 13 mit Thermokraftsensor 6.

Bei Temperaturen unter 93 °C befindet sich der Kolben 13 in der oberen Position und der Hauptteil des Ölstroms gelangt unter Umgehung des Wärmetauschers in den Motor.

Wenn die Temperatur des Öls (95+2) °С erreicht und den Wärmekraftsensor 6 wäscht, beginnt die aktive Masse im Zylinder zu schmelzen und bewegt mit zunehmendem Volumen die Sensorstange und den Kolben 13.

Bei der Öltemperatur (110+2) °C trennt der Kolben 13 die Hohlräume im Filter vor und nach dem Wärmetauscher und der gesamte Ölstrom geht durch den Wärmetauscher.

Wenn die Öltemperatur 115 °C überschreitet, löst der Temperatursensor aus und die Signalleuchte auf der Instrumententafel leuchtet auf.

Der Öl-Wasser-Wärmetauscher (Abb. Ölfilter mit Wärmetauscher) ist auf dem Rohrbündel-Ölfilter installiert yip, vorgefertigt.

In den Rohren fließt das Kühlmittel aus dem Motorkühlsystem, außen - Öl.

Auf der Ölseite sind die Rohre in Form von Kühlplatten berippt.

Der Ölstrom im Wärmetauscher kreuzt die Wasserrohre viermal, wodurch eine hohe Ölkühleffizienz erreicht wird.

Bei den Motoren 740.11-240, 740.13-260 und 740.14-300 sind zwei Arten von Wärmetauschern installiert:

Merkmale des Ölsystems der Motoren KAMAZ 740.11-240, 740.13-260, 740.14-300

  • - 740.11-1013200 für Motor 740.11-240,
  • - 740.20-1013200 für Motoren 740.13-260 und 740.14-300, die sich in der Länge unterscheiden.

Kurbelgehäuseentlüftungssystem von Kamaz

Kurbelgehäuse-Entlüftungssystem (siehe Abbildung) offen, Zyklontyp. Die Kurbelgehäusegase werden aus dem Pleuelhohlraum des zweiten Zylinders durch das Krümmer 1 abgeführt, in dem der Drallkörper 2 installiert ist.

Wenn der Motor läuft, erhalten Kurbelgehäusegase, die durch den Drallkörper 2 strömen, eine spiralförmige Bewegung.

Durch die Wirkung der Zentrifugalkräfte werden in Gasen enthaltene Öltröpfchen an die Wand von Rohr 4 geschleudert und fließen durch Rohr 6 zurück in das Kurbelgehäuse.

Gereinigte Kurbelgehäusegase werden in die Atmosphäre freigesetzt.

Mögliche Fehlfunktionen des Dieselschmiersystems und Lösungen

Fehler

- Störungsursache

Abhilfe

Erhöhter Ölverbrauch

- Längerer Motorleerlauf.

Lassen Sie den Motor nicht unnötig im Leerlauf laufen.

- Ölaustritt durch die Anschlüsse im Turbolader-Schmiersystem.

Verbindungen nachziehen, ggf. Dichtungen und Gummimanschetten ersetzen.

- Verschlechterung der Schnittstelle zwischen Ventil und Hülse im Zylinderkopf, Alterung der Gummimanschette des Ventils.

Verschlissene Teile prüfen und ersetzen.

- Luftfilter oder Lufteinlasshaube verstopft.

Warten Sie den Luftfilter und reinigen Sie das Haubengitter.

Reduzierung des Öldrucks im Schmiersystem

- Niedriger Ölstand in der Ölwanne.

Prüfen und gegebenenfalls Öl bis zur „B“-Markierung nachfüllen

- Fehlfunktion der Druckregelgeräte

Vergewissern Sie sich, dass die Geräte funktionieren

- Verwendung von Öl mit falscher Viskosität

Wechseln Sie das Öl entsprechend der entsprechenden chematologischen Karte.

- Schmutzige Ölfilterelemente

Filterelemente ersetzen.

- Verletzung der Einstellung oder Blockierung des Sicherheitsventils oder des Ventils des Schmiersystems

Ventile prüfen und Verklemmen beseitigen, ggf. defekte Teile einstellen oder ersetzen.

- Verstopfter Ölpumpeneinlass

Einlass spülen

- Kühlmittel gelangt ins Öl

Prüfen Sie die Dichtheit der Wasserkammer, die Dichtung der Zylinderlaufbuchsen, die Dichtheit des Öl-Wasser-Wärmetauschers, ersetzen Sie die defekten Teile.

- Öllecks an den Gelenken und Ölleitungen des Schmiersystems

Überprüfen Sie den Zustand der technologischen Stecker, Stopfen, die Festigkeit der Befestigungselemente an den Verbindungen, den Zustand der Dichtringe und Dichtungen

- Verletzung der Ölpumpe

Entfernen Sie die Pumpe und überprüfen Sie ihren Betrieb auf einem speziellen Ständer.

- Unzulässige Spielvergrößerung in den Lagern der Kurbel- und Nockenwelle

Motor reparieren.

Not-Öltemperaturanzeige leuchtet

- Fehlfunktion des Notöltemperatursensors

Stellen Sie sicher, dass der Sensor funktioniert, ersetzen Sie ihn gegebenenfalls.

- Blockieren des Thermoventils zum Einschalten des Wärmetauschers, Fehlfunktion des Thermokraftsensors

Überprüfen Sie die Funktion des Thermoventils des Wärmetauschers, beseitigen Sie ggf. die Blockierung oder tauschen Sie den Sensor aus.

- Verstopfte Rohre oder schmutzige Kühlplatten

Überprüfen Sie den Öl/Wasser-Wärmetauscher auf verstopfte Rohre und verschmutzte Kühlplatten, spülen oder ersetzen Sie den Wärmetauscher bei Bedarf.

Erhöhter Öldruck im Schmiersystem

- Hochviskoses Öl

Wechseln Sie das Öl durch die entsprechende Chemokarte

- Nar Dichtheit der Steuersignalleitung, die die Hauptölleitung mit der Pumpe verbindet, oder deren Verstopfung

Überprüfen Sie die Ölversorgungsleitung zur Pumpe, das Anziehen der Befestigungsschrauben, das Vorhandensein eines Lochs im Deckel

- Blockierung oder Fehleinstellung des Schmiersystemventils.

Überprüfen Sie das Ventil und beseitigen Sie die Verstopfung, ersetzen Sie gegebenenfalls die fehlerhaften Teile.

Reparatur von Elementen des Ölsystems

Um die Ölpumpe zu zerlegen, wieder zusammenzubauen und zu inspizieren:

Kurbelgehäuse aus- und einbauen

- Lassen Sie das Öl aus dem Kurbelgehäuse ab, lösen Sie die Befestigungsschrauben und entfernen Sie das Kurbelgehäuse;

Kamaz-Ölpumpe aus- und einbauen

  • - das Saugrohr 4 (Abb.) mit dem Flansch, der Halterung und der Becherbaugruppe und das Einlassrohr des Schmiersystemventils entfernen;
  • - Lösen Sie die Schrauben der Ölpumpe 1, entfernen Sie die Pumpe;

Abtriebsrad der Kamaz-Ölpumpe ausbauen

  • - Ölpumpenzahnrad mit Abzieher I80 1.02.000 (Bild) abziehen, dazu Bolzen 3 in Zahnrad 5 bis zum Anschlag einschrauben, 1 gegen Wellenende schrauben.

Drehen Sie den Griff und schrauben Sie die Schraube in den Kreuzkopf, bis das Zahnrad vollständig entfernt ist;

  • - Lösen Sie die Schrauben, mit denen die Förder- und Kühlerteile der Ölpumpe befestigt sind, und zerlegen Sie sie;
  • — Messen Sie das Radial- und Endspiel der Auslass- und Kühlerabschnitte, die Lücken im Eingriff der Zahnradzähne in den Kühler- und Auslassabschnitten, zwischen der Antriebswelle und dem Loch im Gehäuse, zwischen der Achse und dem Zahnrad . Ersetzen Sie bei Bedarf verschlissene Teile;
  • — Klappenscheiben beim Zusammenbau der Pumpe nicht wiederverwenden.

Teile der Dieselölpumpe von Kamaz

Nach dem Zusammenbau der Pumpe sollte sich die Rolle leicht von Hand drehen lassen, ohne zu blockieren;

- Testen Sie die Pumpe auf dem Ständer mit M10G2K- oder M10DM-Öl.

Bei einer Walzendrehzahl von 2800 - 60 min-1 und einem Saugvakuum von 12-15 kPa sollte der Pumpenfluss mindestens 130 l/min bei einem Ausgangsdruck von 0,35 - 0,40 betragen MPa ;

- Stellen Sie den Betätigungsdruck des Schmiersystemventils ein, der 0,40 - 0,45 MPa betragen sollte.

Zur Regulierung dürfen nicht mehr als 3 Unterlegscheiben unter der Feder montiert werden.

Wenn es eine Diskrepanz zwischen der Öffnung des Druckstartventils gibt, ersetzen Sie die Feder. Die Wiederverwendung des Kork-Splints ist nicht erlaubt.

Anzugsdrehmomente für Gewindeverbindungen, N.m (kgf.m)

  • Ölpumpen-Befestigungsschrauben 49,0 - 68,6 (5 - 7)
  • Schrauben 39,2 - 54,9 (4 - 5,6) abdecken
  • Schrauben zur Befestigung des Schlauchs an der Pumpe 19,6-24,5 (2-2,5)
  • Ölfilterdeckel 49,0 - 58,8 (5 - 6)
  • Thermoventilstopfen Filter 47,0-58,8 (4,8 - 6)
  • Ablassstopfen der Kappen 24,5-39,2 (2,5-4,0)
  • Ölfilter-Befestigungsschrauben 88,2-112,6 (9,0-12,5)
  • Mutter zur Befestigung des angetriebenen Zahnrads des Ölpumpenantriebs 98,1-117,6 (10-12)

Teilabmessungen und zulässiger Verschleiß, mm

  • Zahnraddurchmesser 55,44 - 55,47
  • Zulässiger Zahnraddurchmesser 55,4
  • Radialspiel zwischen Zahnradzähnen und Gehäusewand 0,130-0,206
  • Zulässiges Radialspiel 0,25
  • Getriebehöhe 34.913 -34.975
  • Zulässige Getriebehöhe 34.900
  • Bohrlochtiefe 35.050-35.089
  • Endspiel 0,075-0,176
  • Zulässiges Axialspiel 0,2
  • Walzenzapfendurchmesser 19.920 - 19.899
  • Zulässiger Halsdurchmesser 19,85
  • Der Durchmesser der Buchsen im Gehäuse für den Walzenhals beträgt 19,98-19,959
  • Zulässiger Buchsendurchmesser 20,10
  • Achsdurchmesser 19.987 - 20.000
  • Zulässiger Achsdurchmesser 19,85
  • Durchmesser der Buchsen des angetriebenen Zahnrads 20.040-20.073
  • Zulässiger Buchsendurchmesser 20.080
  • Ventilkegeldurchmesser 15.968-15.941
  • Zulässiger Kolbendurchmesser 15,92
  • Ventildeckellochdurchmesser 16.000-16.027
  • Die Kraft der Ventilfeder komprimiert auf eine Größe von 44 mm, N 60-74

Zur Demontage, Montage und Überprüfung des Ölfilters:

  • - das Kühlmittel aus dem Motorkühlsystem ablassen;
  • - Schrauben Sie die Ablassschrauben von den Kappen ab und lassen Sie das Öl aus dem Filter ab;
  • - Trennen Sie die Kühlmitteleinlass- und -auslassrohre zum Wärmetauscher;
  • - lösen Sie die fünf Befestigungsschrauben und entfernen Sie den Filter mit dem Wärmetauscher;
  • - Schrauben Sie die Muttern ab und trennen Sie den Wärmetauscher vom Filter;
  • - Schrauben Sie die Kappen vom Gehäuse ab, spülen Sie den Innenraum mit Dieselkraftstoff, prüfen Sie die Unversehrtheit der Dichtungsringe und Druckfedern und ersetzen Sie sie bei Beschädigung;
  • - den montierten Filter mit Druckluft 490 kPa in Wasser auf Dichtheit prüfen;
  • - Überprüfen Sie den Druck zu Beginn der Öffnung des Bypassventils, der 0,147-0,216 MPa betragen sollte;
  • - Überprüfen Sie den Betrieb des Thermoventils zum Einschalten des Wärmetauschers.

Bei einer Öltemperatur (50-70) °C muss der Durchfluss durch das Ventil mindestens 70 l/min bei einem Druck von 0,147 kPa und nicht mehr als 5 l/min bei einer Temperatur von 100-110 °C betragen C.

Ersetzen Sie ggf. den Thermokraftsensor TS 103-1306090-30.

Zur Demontage, Montage und Funktionsprüfung des Öl-Wasser-Wärmetauschers:

- Stopfen an den Ölversorgungsflanschen anbringen und den Ölraum mit einem Druck von 0,79-0,83 MPa in Wasser unter Druck setzen. Wenn ein Leck gefunden wird, die Einlass- und Auslassverteiler des Wärmetauschers entfernen und den Kern aus dem Gehäuse entfernen , ersetzen Sie die Dichtungsringe oder, wenn die Rohre beschädigt sind, den Kern