Die Bremskammer mit einem federbelasteten Energiespeicher (Abb. a) dient zum Betätigen der Bremsmechanismen der Räder des hinteren Drehgestells des Fahrzeugs, wenn die Betriebs-, Ersatz- und Feststellbremse eingeschaltet sind

Es besteht aus zwei Hauptteilen; Bremszylinder und einem Zylinder mit einem federbelasteten Kraftspeicher, der auf dem Bremszylinder aufgebaut ist.

Die Bremskammer ist ein integraler Bestandteil des pneumatischen Antriebskreises für die Bremsräder (Arbeitsräder) des hinteren Drehgestells und wird aktiviert, wenn ihr Druckluft zugeführt wird.

Der federbelastete Kraftspeicher ist Bestandteil des pneumatischen Antriebskreises für die Bremsen (Park- und Reserverad) der hinteren Laufräder und wird durch eine Feder betätigt, wenn aus seinem Hohlraum Druckluft abgelassen wird.

Bremskammer mit Federkraftspeicher

In der Ausgangsstellung bei ausgekuppeltem Fahrzeug (Bild 1. b) befindet sich Druckluft nur im Hohlraum des Kraftspeicherzylinders.

Wenn das Auto durch eine Betriebsbremse gebremst wird (Abb. 1, c), wird Druckluft vom Bremsventil in den Hohlraum des Bremskammergehäuses oberhalb der Membran 9 geleitet.

Die Membran biegt sich, bewegt die Stange 11, dreht die sich ausdehnende Faust durch den Einstellhebel und drückt die Beläge mit einer Kraft gegen die Bremstrommel, die proportional zum Druck der der Membran zugeführten Druckluft ist.

Diagramm der Feststellbremse

Wenn das Auto losgelassen wird, wird Druckluft aus diesem Hohlraum durch das Bremsventil in die Atmosphäre abgelassen und die Teile des Bremszylinders nehmen ihre ursprüngliche Position ein, und die Bremsbacken bewegen sich unter der Wirkung von der Bremstrommel von der Bremstrommel weg Kupplungsfedern.

Die Feststellbremse wird aktiviert (Abb. d) durch das vollständige Ablassen von Druckluft aus dem Hohlraum des Kraftspeicherzylinders in die Atmosphäre durch das von einem Handbremsventil gesteuerte Beschleunigungsventil.

Wenn der Luftdruck im Hohlraum des Kraftspeicherzylinders abnimmt, bewegt sich der Kolben unter der Wirkung einer vorgespannten Feder 5 und wirkt über den Drücker auf die Membran (Membran 9) und die Stange 11.

Letzterer bewegt sich und dreht den Einstellhebel mit einer gespreizten Faust und drückt die Bremsbeläge gegen die Trommel.

Die Feststellbremse wird gelöst, indem dem Hohlraum des Kraftspeicherzylinders unter dem Kolben 3 Druckluft zugeführt wird, der zusammen mit dem Drücker 2 die Feder 5 zusammendrückt und die Rückkehr der Stange 11 der Bremskammer ermöglicht seine ursprüngliche Position unter der Wirkung der Rückholfeder 12.

Beim Abbremsen und Lösen des Fahrzeugs durch die Notbremse wird Druckluft aus den Zylindern abgelassen oder teilweise in die Zylinder der Energiespeicher eingelassen.

Der Luftdruck in den Kraftspeicherzylindern ist abhängig von der Stellung des Bremsventilgriffs.

Wenn im Kreis des pneumatischen Antriebs der Feststell- (oder Reserve-) Bremse ein Leck vorhanden ist oder der Druck in den Empfängern dieses Kreises abfällt, können die Räder des hinteren Fahrgestells des Fahrzeugs automatisch gebremst werden die Federn der Kraftspeicher.

Die Bewegung des Autos wird in diesem Fall durch Lösen der Räder mit einer pneumatischen oder mechanischen Lösevorrichtung bereitgestellt.

Die Vorrichtung zur mechanischen Auslösung ist in Form einer Schraube 6 mit Gegenlager 8 ausgeführt, die im Schubrohr 2 des Federkraftspeichers gelagert ist.

Wenn die Schraube 6 gedreht wird (Abb. e), bewegt sich der Kolben 3 zusammen mit dem Drücker 2 und drückt die Feder zusammen. Dadurch wird die Stange 11 freigegeben, die unter der Wirkung der Rückstellfeder 12 den Stellhebel mit der gespreizten Faust in die ausgerückte Position zurückführt.

Um die Schraube schnell zu entfernen, enthält das Werkzeugset einen 24 x 27-Steckschlüssel und einen speziellen Griff, der in das freie Ende des Schlüssels eingeführt wird, um ihn zu drehen.

Das pneumatische Auslösesystem hat einen Notentriegelungskreis, der aus einem Teil eines Dreifach-Sicherheitsventils (siehe Druckluftversorgung II in der Abbildung), einem Pneumatikventil 8, einem Teil eines Zweiwege-Umgehungsventils 7, Rohrleitungen und Schläuche, die die Geräte verbinden.

Der Antrieb des Notbremslösesystems wird aus den Betriebsbremskreisen I und II gespeist, wenn der Druck in ihnen mehr als 500 kPa beträgt.

Wenn der Automatikhahn 10 gedrückt wird, strömt Druckluft zum Hilfsumgehungsventil 23 und dann zu den Energiespeicherzylindern. Die Räder des hinteren Drehgestells werden freigegeben.

Das Notbremslösesystem liefert (ungefähr) das Dreifache Nichtlösen der Feststellbremse nach einer Notbremsung zum Wegfahren von der Haltestelle.