Zum Einstellen (Überprüfen) der Ventilspiele bringen Sie die Kurbelwelle in die Stellung "I", die dem Beginn der Kraftstoffeinspritzung in den 1. Zylinder entspricht, schalten Sie dabei die Kraftstoffzufuhr aus, indem Sie den Hebel des Leerlaufantriebs vollständig eindrücken.
Setzen Sie die Schwungradarretierung (Abb. 2, a) in die untere Stellung, wie in Abb. 2, b gezeigt.

Entfernen Sie die Abdeckung der vorderen Luke 1 des Kupplungsgehäuses (Abb. 5).
Stecken Sie einen Brecheisen in die Löcher 2 der Schwungradscheibe und drehen Sie die Kurbelwelle in Drehrichtung, bis die Arretierung unter Federdruck in die Schwungradscheibe einrastet.
Dabei muss die Position der Markierungen an der Stirnseite des Gehäuses der Einspritzverstellvorrichtung und am Flansch der treibenden Kupplungshälfte des Antriebs der Einspritzpumpe (Abb. 3) übereinstimmen und sich in der oberen Stellung befinden.
Wenn sich die Markierungen nicht in der oberen Stellung befinden, lösen Sie die Arretierung, drehen Sie die Kurbelwelle eine Umdrehung, bis die Kurbelwelle erneut arretiert ist.

Bringen Sie die Arretierung in die obere feste Stellung.
Drehen Sie die Kurbelwelle in Drehrichtung (gegen den Uhrzeigersinn von der Schwungradseite aus gesehen) um einen Winkel von 60° (eine Drehung des Schwungrads um den Abstand zwischen zwei benachbarten Löchern entspricht einer Drehung der Kurbelwelle um 30°), d.h. in die Stellung "I".
In dieser Stellung der Kurbelwelle wird das Spiel an den Ventilen des 1. und 5. Zylinders geprüft (Ventile geschlossen, Ventilstöße lassen sich leicht von Hand drehen).
Prüfen Sie mit einem Drehmomentschlüssel das Anzugsmoment der Muttern der Kipphebelböcke der einstellbaren Ventile (Mkr = 4,2 ÷ 5,4 kgf·m).
Messen Sie mit einer Fühlerlehre das Spiel zwischen den Kipphebelenden und den Ventilschaftenden des 1. und 5. Zylinders.
Bei richtig eingestellten Spielen muss die Fühlerlehre von 0,20 mm für das Einlassventil und von 0,30 mm für das Auslassventil leicht, die Fühlerlehre von 0,25 mm für das Einlass- und von 0,35 mm für das Auslassventil mit Widerstand eingeschoben werden können.

Stellen Sie das erforderliche Spiel bei Bedarf wie folgt ein:
- lösen Sie mit einer Ventileinstellvorrichtung oder mit einem Schlüssel und Schraubendreher die Mutter 2 (Abb. 4) der Einstellschraube 1;
- stecken Sie die Fühlerlehre der erforderlichen Dicke ein und stellen Sie durch Drehen der Schraube mit einem Schraubendreher das erforderliche Spiel ein;
- halten Sie die Schraube mit einem Schraubendreher fest, ziehen Sie die Mutter an und überprüfen Sie das Spiel.
Das Anzugsmoment der Mutter der Einstellschraube muss 4,2-5,4 kgf·m betragen.
Um die Spiele an den anderen Ventilen zu prüfen, bringen Sie die Kurbelwelle in die Stellungen "II", "III" und "IV", drehen Sie sie dazu jeweils um 180°, 260°, 540° relativ zur ersten Stellung der Kurbelwelle und prüfen Sie dabei die Ventile des 4. und 2., 6. und 3., 7. und 8. Zylinders.

Setzen Sie die Abdeckungen der Luke des Kupplungsgehäuses und der Zylinderköpfe wieder ein.
Starten Sie den Motor. Bei richtig eingestellten Spielen dürfen keine Klopfgeräusche im Ventiltrieb auftreten.
Prüfung und Anzug der Zylinderkopfschrauben
Schrauben Sie die Schrauben der Zylinderkopfabdeckungen ab und nehmen Sie diese ab.
Ziehen Sie die Zylinderkopfschrauben bei kaltem Motor oder frühestens 30 Minuten nach dem Abstellen (wenn er gelaufen ist) in drei Stufen in der in Abb. 1 gezeigten Reihenfolge an.

Das Anzugsmoment der Schrauben muss betragen: erste Stufe 4-5 kgf·m, zweite Stufe — 12-15 kgf·m, dritte Stufe — 19-21 kgf·m (Grenzwert).