Die Zugmaschinen sind mit einer Sattelkupplung mit einer Schließöffnung in den Fängen von 50,8 mm Durchmesser ausgestattet. Die Vorrichtung dient zur gelenkigen Verbindung der Zugmaschine mit dem Sattelanhänger, der einen standardmäßigen Kupplungsbolzen besitzt.
Der Sattelteller 10 (Abb. 1), auf dem der Sattelanhänger aufliegt, schwenkt in Längs- und Querrichtung. In Längsrichtung – auf den Achsen 15, in Querrichtung – durch Verformung des Gummis der Gelenke 11.

Die Kupplung des Satteltellers mit dem Bolzen des Sattelanhängers erfolgt durch zwei Fänge 2 des Kupplungsmechanismus.
Die Fänge sind auf Bolzen 14 gelagert und umschließen durch Drehung auf diesen den Bolzen.
Die Fänge werden in der geschlossenen Stellung durch den Sperrklotz 3 unter der Wirkung der Feder 5 gehalten, die auf der Schubstange des Sperrklotzes angebracht ist.
Wenn die Kupplung erfolgt ist, nimmt die Entriegelungssicherung 4 die vertikale Stellung ein.
Zum Entkuppeln drehen Sie die Entriegelungssicherung zur Seite und führen Sie mit dem Handgriff 1 den Sperrklotz 3 in die vorderste Stellung.
Die Sperrklinke 6, die von der Feder 7 gezogen wird, arretiert den Klotz in der vorderen Stellung.
Beim Wegfahren der Zugmaschine spreizt der Bolzen des Sattelanhängers die Fänge des Kupplungsmechanismus und löst sich aus dem Eingriff mit ihnen.
Dabei dreht der linke Fang mit einem an ihm befindlichen Stift die Sperrklinke, wodurch sich der Sperrklotz nach hinten bewegen kann, bis er an den Stirnseiten der Fänge anliegt, die in der geöffneten Stellung gehalten werden.
In dieser Stellung der Mechanismen ist der Sattelteller für die automatische Kupplung mit dem Sattelanhänger vorbereitet.
Bei der Kupplung dreht der Bolzen des Sattelanhängers, indem er sich bewegt, die Fänge und zwingt sie, sich zu schließen.
Der Sperrklotz gleitet an den Stirnseiten entlang und tritt in die Nut der Fänge ein, wodurch er sie automatisch schließt.
Die Sattelkupplung wird über die Träger 13, den Oberrahmen und die Querträger am Rahmen der Zugmaschine befestigt. Zur Erleichterung des Ankuppelns der Zugmaschine an den Sattelanhänger sind hinter der Sattelkupplung Auflaufschienen angebracht.

An- und Abkuppeln
Vergewissern Sie sich vor dem Ankuppeln, dass die Sattelkupplung und ihre Befestigung in einwandfreiem Zustand sind, der Sattelteller und die Führungsschienen nicht verschmutzt sind und sich keine Fremdkörper auf ihnen befinden; reinigen Sie gegebenenfalls die obere Fläche des Satteltellers von altem Fett und schmieren Sie sie dünn mit frischem Fett.
Bremsen Sie den Sattelanhänger mit der Feststellbremse sicher ab und stellen Sie ihn auf der Stützvorrichtung so ab, dass sich die Auflagefläche des Sattelanhängers auf gleicher Höhe mit dem Sattelteller der Zugmaschine oder etwas tiefer befindet.
Führen Sie das An- und Abkuppeln auf einer ebenen, horizontalen Fläche mit festem Belag durch.

Die Längsachsen von Zugmaschine und Sattelanhänger müssen auf einer Linie liegen.
Reihenfolge beim Ankuppeln:
- 1. Drehen Sie die Entriegelungssicherung zur Seite und stellen Sie den Handgriff der Fangschließe in die vorderste Stellung.
- 2. Fahren Sie mit der Zugmaschine langsam rückwärts an den Sattelanhänger heran, so dass der Bolzen des Sattelanhängers zwischen die Führungsschienen gelangt und bis zum Anschlag in die Fänge des Satteltellers eintritt. Die Kupplung sollte dabei automatisch erfolgen.
- 3. Bremsen Sie die Zugmaschine mit der Feststellbremse.
- 4. Vergewissern Sie sich, dass sich der Handgriff der Fangschließe in der hintersten Stellung befindet und die Entriegelungssicherung senkrecht nach unten zeigt und die Schubstange des Sperrklotzes verriegelt.
- 5. Heben Sie die Stützvorrichtung des Sattelanhängers in die oberste Stellung und sichern Sie sie gut.
- 6. Schließen Sie das Anschlusskabel der elektrischen Anlage des Sattelanhängers an die Steckdose an.
- 7. Schließen Sie den Verbindungsschlauch der pneumatischen Bremsanlage der Zugmaschine an den Anschlusskopf des Sattelanhängers an.
- 8. Öffnen Sie die Ventile der pneumatischen Bremsanlage an Zugmaschine und Sattelanhänger, indem Sie deren Handgriffe parallel zur Längsachse des Ventils stellen.
- 9. Lösen Sie die Feststellbremse des Sattelanhängers.
- 10. Fahren Sie den Sattelzug ein Stück vorwärts und überzeugen Sie sich vom einwandfreien Zustand der Kupplung, der einwandfreien Funktion der Bremsen und der elektrischen Geräte des Sattelanhängers.
Reihenfolge beim Abkuppeln:
- 1. Bremsen Sie den Sattelanhänger mit der Feststellbremse.
- 2. Senken Sie die Stützvorrichtung des Sattelanhängers bis zum Boden ab, um die Federn der Zugmaschine etwas zu entlasten.
Zum erzwungenen Abkuppeln auf nicht verdichtetem Boden legen Sie Unterlagen unter die Stützvorrichtung des Sattelanhängers.
- 3. Schließen Sie das Trennventil der Druckluftanlage der Zugmaschine und das Steuerventil der Bremsen des Sattelanhängers, indem Sie deren Handgriffe senkrecht zur Längsachse des Ventils stellen.
- Trennen Sie die Anschlussköpfe der pneumatischen Bremsanlage und schließen Sie die Schutzdeckel der Köpfe.
Befestigen Sie den Anschlusskopf mit dem Schlauch an der Plattform der Zugmaschine.
- 4. Ziehen Sie den Stecker des Anschlusskabels der elektrischen Anlage aus der Steckdose und befestigen Sie das Kabel an der Plattform der Zugmaschine.
- 5. Drehen Sie die Entriegelungssicherung des Satteltellers zur Seite und bringen Sie den Handgriff der Fangschließe in die vorderste Stellung.
- 6. Legen Sie den ersten Gang ein und fahren Sie die Zugmaschine langsam vorwärts, bis sie vollständig vom Sattelanhänger abgekuppelt ist.
Beim Einbau der Sattelkupplung auf das Fahrzeug ist vor dem Anziehen der Schrauben und Bügel mit Hilfe von Ausgleichsscheiben ein Spalt von 2–3 mm zwischen den Trägern des Rahmens und des Oberrahmens sicherzustellen.
Das Anzugsmoment der Befestigung der Sattelkupplung sollte 10–14 kp·m betragen, für M14-Schrauben – 8–10 kp·m.