Kolbenkompressor, Zweizylinder, einstufige Verdichtung, Leistung 220 l/min, Kurbelwellendrehzahl 2000 U/min und Gegendruck 700 kPa; am vorderen Ende des Schwungradgehäuses montiert.

Kompressorzahnradantrieb von Verteilungszahnrädern; Kopfkühlung aus dem Kühlsystem, Öl wird aus dem Schmiersystem zugeführt.

Kamaz Autokompressor

Luft durch den Luftfilter und das Ansaugrohr des Motors tritt durch die Lamelleneinlassventile in die Kompressorzylinder ein.

Kamaz-Kompressor

Die von den Kolben komprimierte Luft wird durch die im Zylinderkopf befindlichen Reed-Druckventile in die Empfänger verdrängt.

Nach Erreichen eines Drucks von 700 ... 750 kPa verbindet der Druckregler die Druckleitung mit der Atmosphäre, wodurch die Luftzufuhr zum pneumatischen System unterbrochen wird.

Zur saisonalen Wartung muss der Kompressorkopf entfernt werden, um die Kolben, Ventile und Sitze zu reinigen.

Kompressorventile, die nicht dicht sind, müssen geläppt oder ersetzt werden.

Im Druckregler muss das Filterelement, das sich unter der unteren Abdeckung befindet, gewaschen oder ausgetauscht werden.

Beim Anschrauben des Deckels ist Vorsicht geboten, da das Gewinde kegelig ist und Verspannungen bei der Montage nicht akzeptabel sind. Sie führen zu Fadenbrüchen, die dann nicht mehr repariert werden können.

Vor der Montage empfiehlt es sich, das Gewinde mit Graphitfett zu schmieren, um ein „Fressen“ zu verhindern.

Wenn der Kompressor arbeitet, verschleißt die Zylinder-Kolben-Gruppe, die Dichtheit der Ventile ist gebrochen.

Bei diesen Störungen überschreitet die Füllzeit des Pneumatiksystems (bis die Kontrollleuchten erlöschen) bei einer Kurbelwellendrehzahl von 2200 U/min den eingestellten Wert von 8 Minuten oder der Kompressor baut den eingestellten Druck überhaupt nicht auf ( 700 ... 750 kPa).

Außerdem führt der Verschleiß der Zylinder-Kolben-Gruppe zum Ansaugen von Öl in das pneumatische System.

Nach dem Befüllen des pneumatischen Systems mit Luft im Druckregler öffnet sich das Entlastungsventil und das Öl, das zusammen mit der Luft in das pneumatische System gelangt ist, wird herausgeschleudert und setzt sich auf dem Regler und dem Rahmen ab. Dies ist ein äußeres Zeichen für eine Fehlfunktion des Kompressors.

Es ist zu beachten, dass der Ölfluss durch den Kompressor aufgrund eines verstopften Luftfilters zunehmen kann.

Mit zunehmender Verstopfung erhöht sich der Unterdruck am Einlass und der Kompressor saugt, auch mit funktionierender Kolbengruppe, Ölnebel aus dem Kurbelgehäuse an und stößt ihn dann am Auslass in den pneumatischen Antrieb aus.

Leckage der Zylinderkopfdichtung des Kompressors, innere Risse im Kopf oder Block führen dazu, dass die Flüssigkeit aus dem Kühlsystem in die Zylinder gesaugt wird und dann zusammen mit der Luft zum pneumatischen Antrieb gelangt.

Der Kühlmittelstand im Ausgleichsbehälter sinkt und die Flüssigkeit darin siedet. Dies liegt daran, dass der Kolben beim Kompressionshub Luft in den Kühlmantel des Kompressors drückt und dann die Luft mit Flüssigkeit in den Ausgleichsbehälter abgegeben wird.

Es gibt eine weitere gefährliche Folge der betrachteten Fehlfunktionen

Die Flüssigkeit, die durch die Spalte zwischen Zylinder, Kolben und Ringen in die Kompressorzylinder eingedrungen ist, sickert in das Kurbelgehäuse des Kompressors und fließt von dort in das Kurbelgehäuse des Motoröls. Wenn Sie also nach einer Stelle suchen, an der Kühlmittel in das Öl gelangt, müssen Sie daher auch den Kompressor im Auge behalten.

Fehlfunktionen der Bremse werden meistens durch Fehlfunktionen der pneumatischen Antriebsvorrichtung verursacht.