Motorkühlsystem – Allgemeine Beschreibung

Geschlossenes Motorkühlsystem mit Zwangsumwälzung des Kühlmittels von einer Kreiselpumpe.

Motorkühlsystem-Diagramm mit allen beschrifteten Komponenten
Motorkühlsystem-Diagramm:
1 — Pumpe; 2 — Thermostat; 3 — Antriebsriemen der Pumpe; 4 — Ventilator; 5 — Kühlmantel des Zylinderkopfes;
6 — Kühlmantel des Zylinderblocks; 7 — Zylinderblocklaufbuchse; 8 — Ablasshähne; 9 — Rohr; 10 — Einfüllstopfen;
11 — Notfalltemperaturanzeige; 12 — Temperaturanzeige; 13 — Kühler; 14 — Ölfilter; 15 — Flüssigkeits-Öl-Wärmetauscher;
16 — Ablassschraube; 17 — Auslassrohr; 18 — Versorgungsrohr; 19 — Kühlmitteltemperatursensor;
20 — elektronische Einheit des CRS-Systems; 21 — Diagnoselampe des CRS-Systems

Temperaturkontrolle: Die Temperatur des Kühlmittels im System wird über ein Fernthermometer kontrolliert, dessen Sensor im Zylinderkopf installiert ist. Zusätzlich ist im Thermostatgehäusedeckel ein Lichtsensor für die Notkühlmitteltemperatur verbaut.

Achtung! Es ist verboten, den Dieselmotor zu betreiben, wenn die Warnleuchte für die Notkühlmitteltemperatur im Kühlsystem aufleuchtet.

Temperaturbereich: Die Temperatur des Kühlmittels im Kühlsystem muss zwischen 85–95°C gehalten werden.

Kühlsystem mit Kühler, Lüfter und Ausgleichsbehälter
Kühlsystem:
1 — Einfüllschraube; 2 — Ausgleichsbehälter; 3 — oberer Kühlerdeckel; 4 — Kühler; 5 — Rohrmontagehalterung;
6 — Kühlerversorgungsrohr; 7, 16 — Rohr; 8 — Lüftergehäuse; 9 — Lüfterriemenscheibe; 10 — Lüfterantriebsgehäuse;
11 — Montagerahmen des Lüftergehäuses; 12 — Riemen; 13 — Lüfter; 14 — Spannrolle; 15 — Zwischenstützhalterung;
17 — Auslassrohr; 18 — Riemen; 19 — Thermostatgehäuse; 20 — Riemenscheibe der Wasserpumpe; 21 — Riemen;
22 — Kurbelwellenriemenscheibe

Thermostat: Der Thermostat mit festem Füllstoff beschleunigt das Aufwärmen des Motors nach dem Start und reguliert die Temperatur automatisch bei verschiedenen Lasten und Umgebungstemperaturen. Die Temperatur, bei der das Hauptventil zu öffnen beginnt, beträgt 87 ± 2°C.

Ausgleichsbehälter: Der Ausgleichsbehälter dient dazu, Änderungen des Kühlmittelvolumens während des Erhitzens auszugleichen und Luft zu entfernen.

Aggregateantrieb: Die Wasserpumpe und der Generator werden über zwei Riemen von der Kurbelwellenriemenscheibe des Motors angetrieben. Der Lüfter des Motorkühlsystems wird von der Kurbelwellenriemenscheibe über die Zwischenstützriemenscheibe angetrieben.

Achtung! Um Kalkablagerungen und Motorschäden zu vermeiden, verwenden Sie kein Wasser im Kühlsystem. Sollten Störungen im Zusammenhang mit einem Kühlmittelleck auftreten, ist die kurzzeitige Verwendung von Wasser zulässig, bis die Störung behoben ist.

Wartung des Kühlsystems

Tägliche Wartung:

  • Prüfen Sie den Flüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter (der Stand muss über der Markierung "MIN" liegen).
  • Überwachen Sie die Dichtheit der Anschlüsse.

Wichtig! Der Betrieb des Busses mit leerem Ausgleichsbehälter ist nicht zulässig.

Kühlmittelwechsel: Einmal im Jahr im Herbst sollte bei Wartungsarbeiten das Kühlmittel ausgetauscht werden. Bevor Sie die Flüssigkeit austauschen, müssen Sie sicherstellen, dass das System dicht ist.

Achtung! Die Verwendung von Kühlmittel mit unzureichender Dichte kann zur Zerstörung des Motors führen. Überwachen Sie die Kühlmitteltemperatur. Die normale Betriebstemperatur sollte 85–95°C betragen.

Maßnahmen bei Temperaturanstieg: Wenn die Temperatur über die Betriebstemperatur steigt, prüfen Sie:

  • den Kühlmittelstand im Ausgleichsbehälter (und ggf. im Kühler);
  • die Dichtheit des Kühlers und der Rohrleitungen;
  • die Spannung der Lüfterriemen und deren Zustand.

Spülen des Kühlsystems

Intervall: Bei Bedarf, mindestens jedoch alle 120.000 km Betrieb des Busses, spülen Sie das Kühlsystem, um Verunreinigungen zu entfernen. Verwenden Sie zum Spülen eine Lösung aus 50–60 Gramm Soda pro 1 Liter Wasser.

Spülvorgang:

  1. Gießen Sie 2 Liter Kerosin in den Kühler und füllen Sie das System mit der vorbereiteten Lösung.
  2. Starten Sie den Dieselmotor und lassen Sie ihn 8–10 Stunden oder 350–400 km laufen.
  3. Lassen Sie die Lösung ab und spülen Sie das Kühlsystem mit klarem Wasser.

Einstellung der Riemenspannung

Spannungskontrolle: Die Spannung wird mit einem Federdynamometer anhand der Riemendurchbiegung oder mit dem Gerät KI-8920 geprüft.

Zulässige Riemendurchbiegung unter einer Last von 4 ± 0,2 kgf:

  • Zwischen den Kurbelwellen- und Zwischenstützriemenscheiben — 14–20 mm;
  • Zwischen den Zwischenstütz- und Lüfterwellenriemenscheiben — 13–18 mm;
  • Zwischen den Kurbelwellen- und Generatorriemenscheiben — 15–22 mm;
  • Zwischen den Generator- und Wasserpumpenriemenscheiben — 7–12 mm;
  • Zwischen den Kurbelwellen- und Kompressorriemenscheiben — 15–22 mm.

Einstellung der Lüfterriemenspannung: Zwischen der Kurbelwellenriemenscheibe und dem Zwischenträger erfolgt durch Drehen der Exzenterachse des Zwischenträgers nach Lösen der Befestigungsmuttern. Die Spannung des Riemens zwischen den Lüfterriemenscheiben und dem Zwischenträger erfolgt über eine Spannrolle.

Einstellung der Generator- und Wasserpumpenriemen: Erfolgt durch Drehen des Generatorgehäuses.

Einstellung des Kompressorantriebsriemens (D-245.9E3): Erfolgt mit einer Rolle über den Spannmechanismus. Vor dem Spannen lösen Sie die Sicherungsschraube der Spannrollenwelle und die Sicherungsmutter der Einstellschraube, dann drehen Sie die Mutter an der Einstellschraube, um die Schraube zusammen mit der Spannrolle zu bewegen.

Wichtig! Wenn einer der Riemen abgenutzt oder beschädigt ist, ersetzen Sie ihn als kompletten Satz (beide Riemen).

Schmierung der Kühlsystemkomponenten

Wasserpumpenschmierung: "Litol-24"-Schmiermittel wird bei der Montage in den Lagerhohlraum der Wasserpumpe gegeben und erst nach der Reparatur (Demontage) der Einheit ersetzt.

Die Lager der Wasserpumpe, der Lüfterwelle und der Zwischenlagerung des Lüfters benötigen während der gesamten Betriebsdauer keine Schmierung.

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