Das Dieselantriebssystem wird verwendet, um die Motorzylinder mit Luft und Kraftstoff zu versorgen

Kraftstoff wird je nach Motorlast zu bestimmten Zeiten und in einer bestimmten Menge unter hohem Druck zugeführt

Das Luftversorgungssystem reinigt ihn gründlich von Staub und verteilt ihn auf die Zylinder. Das Mischen von Kraftstoff mit Luft findet innerhalb des Zylinders statt.

Dieselinfo

Je nach Einsatzbedingungen werden die folgenden Dieselkraftstoffklassen gemäß GOST 305-82 festgelegt: L (Sommer), 3 (Winter) und A (Arktis). Ihre Wahl hängt von der Jahreszeit und den klimatischen Bedingungen im Einsatzgebiet ab.

Kraftstoff L wird ab einer Lufttemperatur von 0 °C verbraucht;

  • 3 — bei einer Umgebungstemperatur von 20 °C und mehr (wenn der Stockpunkt des Kraftstoffs nicht höher als — 35 °C ist), — 30 °C und mehr (wenn der Stockpunkt des Kraftstoffs nicht höher ist als — 45 °С);
  • A - bei einer Umgebungstemperatur von 50 °C und darüber.

Der Stockpunkt von Winterkraftstoff entspricht der letzten Ziffer in seiner Bezeichnung.

Sommerkraftstoff ist dickflüssiger, bei negativen Temperaturen wird Paraffin in Form von Flocken darin freigesetzt und bei 10 ° C verliert er an Fließfähigkeit.

Die letzte Ziffer in der Bezeichnung von Sommerdieselkraftstoff kennzeichnet den Flammpunkt.

Der Schwefelgehalt von Kraftstoff charakterisiert seine korrosiven Eigenschaften.

Je nach Schwefelgehalt werden Dieselkraftstoffe in zwei Untergruppen eingeteilt: mit einem Schwefelmassenanteil von nicht mehr als 0,2 % und mit einem Schwefelmassenanteil von nicht mehr als 0,5 % (bei Kraftstoff der Marke A nicht mehr als 0,4 %).

Damit enthalten die Kraftstoffe der zweiten Untergruppe etwa doppelt so viel Schwefel.

Für KamAZ-Motoren können Kraftstoffe beider Untergruppen verwendet werden, da sie Motoröl mit einem Additiv verwenden, das die schädliche Wirkung von Schwefel reduziert.

Schauen wir uns Beispiele für Dieselkraftstoffbezeichnungen an:

  • L-0.2-40 GOST 305-82 - Sommerkraftstoff, Schwefelgehalt bis 0,2 %, Flammpunkt 40 °C;
  • З-0,5 minus 35 GOST 305-82 - Winterkraftstoff, Schwefel bis zu 0,5%, Stockpunkt -35 ° C;
  • A-0.4 GOST 305-82 - arktischer Kraftstoff, Schwefel bis zu 0,4 %.

Einer der wichtigen Indikatoren zur Charakterisierung von Dieselkraftstoff ist die Entflammbarkeit.

Der in den Zylinder eingespritzte Kraftstoff beginnt nicht sofort zu brennen, sondern erst nach einer bestimmten Zeit, die Zündverzugszeit genannt wird.

Je länger die Verzögerung, desto mehr Kraftstoff sammelt sich bis zum Zündzeitpunkt und desto schneller baut sich anschließend der Druck im Zylinder auf. Dies führt zu stoßartigen Belastungen der Teile und wird von metallischen Schlägen („harte“ Arbeit) begleitet.

Der Grad der „Steifigkeit“ eines Dieselmotors hängt von den Zündeigenschaften des Kraftstoffs ab und wird durch die Cetanzahl charakterisiert. Je größer sie ist, desto kürzer ist die Selbstzündungsverzögerungszeit, desto leichter lässt sich der Motor starten und desto „sanfter“ läuft er.

Dieselkraftstoffe L, 3 und A haben Cetanzahlen von mindestens 45.

Bildung und Verbrennung von Brennstoff

Die Bildung des Arbeitsgemisches beginnt in dem Moment, in dem eine Kraftstoffdosis in den Brennraum eingespritzt wird.

Der Brennraum (Abb. 1.) wird durch den Kolbenboden und die Innenfläche des Zylinderkopfes begrenzt.

Solche Brennkammern nennt man ungeteilt. Das Hauptvolumen der Kammer konzentriert sich in der Vertiefung des Kolbenbodens, der im mittleren Teil einen kegelförmigen Vorsprung (Verdränger) aufweist.

Wenn sich der Kolben im Verdichtungstakt dem oberen Totpunkt (OT) nähert, wird Luft aus dem Zylinder in die Brennkammer gedrückt, wodurch während der Bewegung Wirbelströmungen entstehen, die zu einer besseren Gemischbildung beitragen.

Form der Kamaz-Brennkammer

Zu Beginn der Kraftstoffeinspritzung enthält diese Kammer Luft, die auf 4...4,5 MPa komprimiert und (durch die Kompression und die heiße Kammerwand) auf eine Temperatur von 620...700 °C erhitzt wird.

Damit der Kraftstoff in ein derart komprimiertes Medium eindringen kann, wird er unter einem hohen Druck von 24 MPa eingespritzt.

Dies ermöglicht eine feine Zerstäubung des Kraftstoffs und eine gute Vermischung mit Luft.

Ein Merkmal eines Dieselmotors ist, dass unabhängig von der Last tatsächlich die gleiche Luftmenge in den Zylinder eintritt.

Bei geringer Last bildet sich überschüssige Luft im Zylinder und der Kraftstoff verbrennt vollständig.

Wenn die Last zunimmt, erhöht sich die Kraftstoffzufuhr und seine Verbrennung verschlechtert sich.

Die Zündverzögerungszeit beeinflusst das Verhalten des Motors. Sie hängt sowohl von den Eigenschaften des Kraftstoffs selbst als auch von der Temperatur im Brennraum und dem Einspritzwinkel ab.

Ein zu großer Frühzündungswinkel führt zu einer Verlängerung des Zündverzugs und einem „harten“ Motorlauf, da in diesem Fall die Einspritzung bei relativ niedrigen Temperaturen im Zylinder beginnt zu.

Ein kleiner Voreilwinkel trägt zur Kraftstoffverbrennung im Expansionstakt bei, was das Temperaturregime des Motors verschlechtert und zu einer Überhitzung führt.

Bei einem nicht funktionierenden KamAZ-Motor beträgt der Einspritzvoreilungswinkel 18 ° bis c. m.t.

Bei laufendem Motor steigen mit zunehmender Kurbelwellendrehzahl der Druck und die Temperatur am Ende des Verdichtungstaktes, wodurch sich die Bedingungen für Gemischbildung und Verbrennung ändern.

Die Dauer des Verbrennungsprozesses verlängert sich und in diesem Fall ist es ratsam, den Einspritzvorverstellwinkel zu erhöhen.

Die Anhebung des Winkels erfolgt automatisch durch die Früheinspritzkupplung, die bei Erreichen einer bestimmten Motordrehzahl auf die Kraftstoff-Hochdruckpumpe wirkt.

Schema des Kamaz-Kraftstoffversorgungssystems

Das Schema des KamAZ-Dieselantriebssystems ist in Abb. 2 dargestellt.

Kraftstoff befindet sich im Tank 1, der über eine Kraftstoff-Saugleitung über einen Grobfilter 2 mit einer Niederdruck-Kraftstoffpumpe 7 verbunden ist.

Bei laufendem Motor entsteht in der Saugleitung ein Unterdruck, wodurch der Kraftstoff durch den Grobfilter 2 gelangt, von großen Schwebstoffen gereinigt wird und in die Pumpe 7 gelangt, von der er gefördert wird den Feinfilter 17 unter leichtem Druck durch die Kraftstoffleitung 9.

Als nächstes gelangt der gereinigte Kraftstoff in die Hochdruckkraftstoffpumpe 10, aus deren Kanälen ein Teil des Kraftstoffs zu den Einspritzdüsen 5 gepumpt und durch diese in die Zylinder eingespritzt wird.

Ein weiterer Teil des Kraftstoffs wird durch das Bypassventil in den Tank abgelassen.

Durch die Funktion des Bypassventils wird in den Pumpenkanälen ständig ein Druck von 50 ... 110 kPa aufrechterhalten.

Zur Entfernung von in das Kraftstoffsystem eingedrungener Luft befindet sich der Feinfilter 17 über allen anderen Einrichtungen dieses Systems und ist mit einem Düsenventil ausgestattet, durch das Luft zusammen mit einem Teil des Kraftstoffs durch die Kraftstoffleitung abgeführt wird 18 zum Tank.

Durch dieselbe Kraftstoffleitung wird Kraftstoff von der Hochdruckpumpe 10 in den Tank abgelassen, der durch das Bypassventil und die Kraftstoffleitung 16 in den Anschluss am Filter eintritt.

Die Kraftstoffleitungen 4 und 14 dienen zum Ablassen von Kraftstoff, der zwischen den Teilen der Einspritzdüsen in den Tank ausgetreten ist.

Die Hochdruckpumpe wird von der Kurbelwelle des Motors über eine Kupplung für Frühzündung angetrieben, die automatisch den Zeitpunkt der Kraftstoffeinspritzung ändert, wenn sich die Motordrehzahl ändert.

Die den Zylindern von der Hochdruck-Kraftstoffpumpe zugeführte Kraftstoffmenge wird vom Regler eingestellt, der automatisch die vom Fahrer eingestellte Kurbelwellendrehzahl beibehält.

Die Kraftstoffhandpumpe 8 dient zum Befüllen der Niederdruckleitung mit Kraftstoff, wenn der Motor nicht läuft.

Die Kraftstoffleitung 12 ist mit der Niederdruckleitung verbunden, durch die den Leuchtkerzen 13 durch das offene Magnetventil 11 Kraftstoff zugeführt wird, wenn ein kalter Motor unter Verwendung einer elektrischen Brennervorrichtung gestartet wird.

Kraftstoffausrüstung

Die im KamAZ-Fahrzeug verwendeten Kraftstofftanks haben ein Fassungsvermögen von 250 und 170 Litern.

Die Tanks sind auf Halterungen montiert und mit Schellen befestigt. Die Tragkonsolen werden mit den Rahmenholmen verschraubt.

Der Kraftstofftank besteht aus einem Körper, einem Einfüllstutzen und einem einziehbaren Rohr mit Sieb.

Der Einfüllstutzen ist mit einem Deckel mit Dampf-Luft-Ventil verschlossen und mit einer Gummidichtung abgedichtet.

Die Innenfläche des Tanks ist bleibeschichtet, um Korrosion zu verhindern

Um die Kraftstoffbewegung zu verringern und die Steifigkeit des Tanks zu erhöhen, sind vertikale Leitbleche mit Löchern innen eingeschweißt.

Im oberen Teil des Tanks befindet sich ein rheostatischer Kraftstoffanzeigesensor und ein Rohr, durch das überschüssiger Kraftstoff von den Motoreinspritzdüsen abfließt.

Darüber befindet sich ein Saugrohr, das unten in einem Kraftstoff-Vorfilter aus Mesh endet.

Bei KamAZ-4310-Fahrzeugen mit zwei Kraftstofftanks ist ein Verteilerventil am Ansaugrohr des linken Tanks installiert.

Dasselbe Ventil ist an der Leitung installiert, in die überschüssiger Kraftstoff, der nicht in der Hochdruckpumpe verwendet wird, abgelassen wird.