Eines der charakteristischen Anzeichen für die Notwendigkeit, das Getriebe zu zerlegen und einzustellen, ist erhöhter Lärm während der Fahrt. Ursachen für erhöhten Lärm:

  • - Verschiebung des Kontaktbildes im Eingriff der Kegelräder infolge einer Fehleinstellung der Kegellager;
  • - Riefen und Abplatzungen der Zähne der Zahnräder, Verschleiß der Lager sowie unzureichender Ölstand im Achsgehäuse.

Demontage der Antriebsachsen und ihrer Getriebe

Die Reihenfolge der Demontage der mittleren (hinteren) Antriebsachse ist wie folgt.

Fahrzeug über eine Grube stellen. Die Radventile schließen (nur für Ural-4320 und 4420).

Die Muttern der Radbefestigung der zu demontierenden Achse lösen, die Schutzabdeckungen entfernen und die Luftzufuhrschläuche von den Radventilen trennen.

Das Schmiermittel aus dem Achsgehäuse ablassen.

Demontage der Vorderachse des Ural-Fahrzeugs
Demontage der Vorderachse des Ural-Fahrzeugs

Das hintere Ende des Fahrzeugs anheben und einen Ständer unter das hintere Rahmenende stellen.

Die Muttern der Radbefestigung abschrauben und die Räder abnehmen. Die Vorrichtung installieren und befestigen (Abb. 1).

Mit Hilfe der Einstellexzenter die Bremsbacken spreizen, um so ein Verdrehen des Achsträgers bei den folgenden Demontagearbeiten zu verhindern.

Die Gelenkwelle des mittleren (hinteren) Achsantriebs abnehmen, die Schläuche und Leitungen der Bremsen, des Abdichtungssystems (nur für Ural-4320 und 4420) und des Reifenluftsystems trennen.

Die Halterung der oberen Reaktionsstrebe vom Achsträger trennen, die unteren Reaktionsstreben trennen und abnehmen.

Einen Montagewagen unter die Achse schieben und, nachdem der Achsträger als Baugruppe abgenommen wurde, ihn mit Hilfe der Vorrichtung auf den Wagen absenken.

Die Vorrichtung abklemmen und den Wagen mit der mittleren (hinteren) Antriebsachse unter dem Fahrzeug hervorrollen.

Beim Ausbau der Vorderachse die vorbereitenden Arbeiten ähnlich wie oben beschrieben durchführen. Zusätzlich ist die Schubstange des Lenkgetriebes vom Hebel des linken Achsschenkels und die Servolenkung vom Hebel des rechten Achsschenkels zu trennen.

Die unteren Köpfe der Stoßdämpfer von den Halterungen trennen und abnehmen.

Mit Hilfe der installierten und befestigten Vorrichtung die Achse anheben und, nachdem die Muttern der Federbügel gelöst wurden, die Spannbänder der vorderen Federn abnehmen.

Die vordere Antriebsachse auf den Wagen absenken.

Demontage der Getriebe vom Fahrzeug

Das Getriebe der Vorderachse darf im Gegensatz zum Getriebe der mittleren (hinteren) Achse erst nach dem Ausbau der kompletten Achse vom Fahrzeug demontiert werden.

Hauptantrieb (Getriebe) der Achse
Hauptantrieb: 1 - Getriebegehäuse; 2 - Ring des Getriebegehäuses; 3 - angetriebenes Kegelrad als Baugruppe; 4, 6, 11 - Ausgleichsscheiben; 5 - Lageraufnahme des antreibenden Zylinderrads; 7, 14, 34 - Dichtungsscheiben; 8 - Kegelrollenlager; 9 - Deckel der Lageraufnahme; 10 - Druckscheibe; 12 - Welle des antreibenden Kegelrads als Baugruppe; 13 - Stopfen mit Abdichtrohr als Baugruppe; 15 - Deckel des hinteren Lagers; 16 - Flansch; 17 - Mutter des Flansches; 18 - Zylinderrollenlager; 19 - Deckel des hinteren Lagers der Hinterachse; 20 - Distanzhülse der Welle; 21 - Deckel der Lager des antreibenden Kegelrads; 22 - Schraube des Differenziallagerdeckels; 23, 27 - Sicherungsbleche; 25 - Ölzufuhrstutzen; 26 - Dichtungsring; 28 - Schraube des Sicherungsblechs; 29 - Deckel des Differenziallagers; 30 - Differenzial als Baugruppe; 31 - Schließscheibe; 32 - Einstellmutter des Differenziallagers; 33 - Kegelrollenlager des Differenzials; 35 - Deckel des Getriebegehäuses mit Ölabscheider als Baugruppe; I - für die Hinterachse; II - für die Vorderachse

Die demontierte Vorderachse auf Ständer stellen. Die Zugstange der Spurstange, die Schläuche der Bremsen und des Abdichtungssystems trennen.

Die Muttern der Kugelgelenkbefestigung abschrauben.

Mit einem Montagehebel die kompletten Achsschenkelbaugruppen unter Verwendung der Ausdrehungen der Kugelgelenkflansche abnehmen.

Den seitlichen Deckel 35 (siehe Abb. 2) des Getriebegehäuses mit dem Ölzufuhrstutzen 25 als Baugruppe abnehmen und die Schrauben und Muttern der Befestigung des Getriebegehäuses, einschließlich der beiden im Gehäuseinneren befindlichen Schrauben, abschrauben.

Mit einem Hebezeug das Getriebe aus dem Achsgehäuse ziehen.

Das Getriebe der mittleren (hinteren) Achse wird mit Hilfe einer Vorrichtung direkt vom über einer Grube stehenden Fahrzeug demontiert; dazu die Radventile schließen, die Schutzabdeckungen entfernen und die Luftzufuhrschläuche von den Radventilen trennen.

Das Schmiermittel aus dem Achsgehäuse ablassen.

Die Schrauben der Nabendeckelbefestigung abschrauben, die Luftzufuhrwinkel aus den Achswellen herausdrehen und die Nabendeckel mit den Dichtungen und den Luftzufuhrschläuchen abnehmen.

Dann mit einem Abzieher die Achswellen herausziehen.

Demontage des Getriebes vom Fahrzeug
Demontage des Getriebes vom Fahrzeug: 1 - Vorrichtung; 2 - Hinterachsgetriebe; 3 - Längsträger der Plattformbasis; 4 - Rahmenlängsträger

Die Gelenkwelle des mittleren (hinteren) Achsantriebs abnehmen. Die Halterung der oberen Reaktionsstrebe mit der Strebe, die Leitungen und Schläuche des Bremssystems und des Abdichtungssystems trennen und zur Seite legen.

Den seitlichen Deckel des Getriebes mit dem Ölzufuhrstutzen abnehmen, die Schrauben und Muttern der Befestigung des Getriebegehäuses, einschließlich der beiden im Gehäuseinneren befindlichen Schrauben, abschrauben.

Die Vorrichtung anbringen und das Getriebe aus dem Achsgehäuse ziehen (Abb. 3).

Zerlegen des Getriebes

Der Artikel beschreibt das Zerlegen des Getriebes der Mittelachse. Das Zerlegen der Getriebe der Vorder- und Hinterachse erfolgt analog.

Die Sicherungsbleche 23 (siehe Abb. 2) und die Schließscheiben 31 aufbiegen, die Schrauben 28 und 22 abschrauben.

Die Deckel 29 der Differenziallager abnehmen.

Es ist zu beachten, dass die Bohrungen im Getriebegehäuse für die Differenziallager gemeinsam mit den Deckeln bearbeitet werden; vor dem Zerlegen sind die Deckel und die Gehäuselager, auf denen sie montiert sind, mit einem Körner oder Farbe zu markieren, um eine Vertauschung der Deckel zu verhindern.

Die Einstellmuttern 32 und die Außenringe der Lager 33 abnehmen.

Das Differenzial 30 als Baugruppe abnehmen.

Den Splint entfernen und die Mutter der Flanschbefestigung 16 der Welle des antreibenden Kegelrads abschrauben, die Welle gegen Verdrehen sichern.

Mit einem Abzieher den Flansch abnehmen.

Die Schrauben der Deckelbefestigung 15 abschrauben und den Deckel mit der Dichtungsmanschette als Baugruppe abnehmen.

Die Schrauben der Befestigung der Lageraufnahme abschrauben und aus dem Getriebegehäuse die Welle mit der Lageraufnahme, dem antreibenden Kegelrad, dem Satz Ausgleichsscheiben 11 und dem Innenring des hinteren Lagers 18 als Baugruppe herausziehen.

Von der Lageraufnahme den Satz Ausgleichsscheiben 11 abnehmen. Den Stopfen 13 der Abdichtung der Achse herausschrauben.

Die Schrauben der Deckelbefestigung 9 der Lageraufnahme des antreibenden Zylinderrads abschrauben und den Deckel mit dem Satz Ausgleichsscheiben 6 abnehmen.

Die Splinte entfernen und die Schrauben der Druckscheibenbefestigung 10 abschrauben, die Scheibe abnehmen.

Mit einem Abzieher oder mit zwei Schrauben der Deckelbefestigung 9 die Lageraufnahme 5 mit den Kegellagern 8 und dem Satz Ausgleichsscheiben 4 unter Verwendung der speziellen Gewindebohrungen des Lageraufnahmeflansches ausdrücken.

Die Sätze der Ausgleichsscheiben am Deckel 9 und der Lageraufnahme 5 befestigen. Durch das Seitenfenster die Baugruppe des angetriebenen Kegelrads aus dem Getriebegehäuse herausnehmen.

Angetriebenes Kegelrad als Baugruppe
Angetriebenes Kegelrad als Baugruppe

Bei Bedarf den Außenring des Lagers 2 (Abb. 4), den Außenring des Lagers 18 (siehe Abb. 2) mit den Rollen aus den Einbauten des Getriebegehäuses ausdrücken und aus der Bohrung des seitlichen Getriebedeckels den Ölzufuhrstutzen 25 herausnehmen.

Zerlegen der Baugruppe des angetriebenen Kegelrads

Das Kegelrad auf Ständer setzen und die Welle des antreibenden Zylinderrads ausdrücken. Die Stützscheibe vom Rad abnehmen, die Passfeder aus der Wellennut herausnehmen.

Das angetriebene Kegelrad mit dem Innenring des Lagers auf Ständer setzen und mit einem Dorn und drei in die Radbohrungen eingesetzten Stäben den Innenring des Lagers mit den Rollen abnehmen.

Bei Bedarf mit einem Dorn die Kegellager aus der Aufnahme ausdrücken.

Welle des antreibenden Kegelrads als Baugruppe
Welle des antreibenden Kegelrads als Baugruppe: 1 – Mutter des Flansches; 2 – Antriebsflansch; 3 – Manschette; 4 – Deckel der Lageraufnahme; 6, 11 – Lager; 7 – Einstellscheibe; 8 – antreibendes Kegelrad; 9 – Welle des antreibenden Rads; 10 – Innenring; 12 – Mutter; 13 – Sicherungsscheibe; 14 – Biegescheibe; 15 – Kontermutter

Zerlegen der Baugruppe der Welle des antreibenden Kegelrads. Die Baugruppe der Welle des antreibenden Rads in einen Schraubstock einspannen.

Den Splint entfernen und die Mutter 1 der Flanschbefestigung 2 (Abb. 5) abschrauben, mit einem Abzieher den Flansch abnehmen.

Die Schrauben der Deckelbefestigung 4 der vorderen Lager abschrauben, den Deckel mit der Dichtungsmanschette als Baugruppe abnehmen.

Die Scheibe 14 aufbiegen und die Kontermutter 15 abschrauben. Die Biegescheibe 14 und die Sicherungsscheibe 13 abnehmen, dann die Mutter 12 abschrauben.

Die Baugruppe der Welle des antreibenden Rads auf Ständer setzen und die Welle ausdrücken.

Die Lageraufnahme mit dem antreibenden Rad auf Ständer setzen und mit leichten Schlägen eines Kupferhammers auf die Stirnseite das Kegelrad mit dem Innenring des Lagers 11 und der Einstellscheibe 7 aus der Aufnahme ausdrücken.

Aus der Aufnahme den Innenring des Lagers 6 mit den Rollen herausnehmen. Von der Welle des antreibenden Kegelrads die Einstellscheibe abnehmen.

Mit einem Abzieher den Innenring des Lagers 11 mit den Rollen abnehmen.

Bei Vorhandensein von Riefen oder erheblichem Verschleiß der Außenringe der Lager 6 und 11 die Ringe aus der Aufnahme ausdrücken.

Falls erforderlich, mit einem Dorn die Dichtungsmanschetten aus den Lagerdeckeln der Welle des antreibenden Kegelrads ausdrücken, vom hinteren Wellenzapfen den Innenring 10 des Lagers abnehmen.

Zerlegen des Differenzials

Differenzial als Baugruppe
Differenzial als Baugruppe: 1 - Achswellenrad; 2 - Lager; 3 - Schale; 4 - Stützscheibe des Achswellenrads; 5 - Schraube der Differenzialschalenbefestigung; 6 - angetriebenes Zylinderrad; 7 - Kreuz; 8 - Stützscheibe des Ausgleichsrads; 9 - Ausgleichsrad; 10 - Buchse des Ausgleichsrads

Das Differenzial in einen Schraubstock einspannen, dabei den Kranz des angetriebenen Zylinderrads 6 festklemmen (Abb. 6).

Falls die Lager 2 ausgetauscht werden müssen, sie mit einem Abzieher abnehmen.

Die relative Position der Differenzialschalen 3 mit einem Körner oder Farbe markieren (die Bearbeitung der Bohrungen für das Differenzialkreuz erfolgt im zusammengebauten Zustand, und beim Zerlegen muss die relative Anordnung der Schalen erhalten bleiben).

Die Splinte entfernen und die Muttern der Schrauben 5 der Differenzialschalenbefestigung abschrauben, die Schrauben abnehmen.

Ausdrücken der Differenzialschale
Ausdrücken der Differenzialschale: 1 - Montagehebel; 2 - Differenzial; 3 - Platte

Das Differenzial auf die Platte der Vorrichtung setzen (Abb. 7).

In die Keilwellenbohrung des Achswellenrads des Differenzials einen Montagehebel einstecken und mit ihm die Stirnseite des angetriebenen Zylinderrads über die Platte anheben.

Mit kräftigen Hammerschlägen auf die Stirnseite des Zahnkranzes die Differenzialschale ausdrücken.

Das Achswellenrad 1 (siehe Abb. 6) mit seiner Stützscheibe 4 abnehmen.

Das Kreuz 7 mit den Ausgleichsrädern 9 (10 — Buchse des Ausgleichsrads) und den kugeligen Stützscheiben 8 abnehmen.

Aus der zweiten Differenzialschale das Achswellenrad mit seiner Stützscheibe herausnehmen.

Die zweite Differenzialschale ausdrücken.

Kontrolle des technischen Zustands

Durch Sichtprüfung den Zustand der Gehäuseteile der Achsen überprüfen.

Der Betrieb des Fahrzeugs mit folgenden Mängeln ist nicht zulässig:

  • - Risse im Achsgehäuse und in den Achswellenrohren; Durchbiegung des Achsträgers mehr als 4 mm;
  • - Verschleiß und Ausriss des Gewindes in den Bohrungen für die Ablass- und Einlassstopfen, in den Bohrungen für die Schrauben und Stehbolzen der Getriebebefestigung.

Zur Überprüfung der Durchbiegung (Abb. 8) den Achsträger mit den Zapfen der Achswellenrohre für die äußeren Radnabenlager auf Prismen legen.

Schema zur Überprüfung der Achsträgerdurchbiegung
Schema zur Überprüfung der Achsträgerdurchbiegung

Die Parallelität der Trennebene des Achsgehäuses und der Ebene der Kontrollplatte sicherstellen. Mit einer Genauigkeit von 0,5 mm die Maße «В» und «С» bestimmen und den Wert der Durchbiegung «Н» des Achsträgers nach der Formel berechnen:

Н = (В – 60) – (С – 71,25), wobei «В» das tatsächliche Maß von der Ebene der Kontrollplatte bis zum oberen Teil des Zapfen-Achswellenrohrs ist; С das tatsächliche Maß von der Ebene der Kontrollplatte bis zur Trennebene des Achsgehäuses im mittleren Teil ist.

Den Achsträger mit einer Durchbiegung von mehr als 4 mm richten. Das Schema des Richtens des Achsträgers ist in Abb. 9 dargestellt.

Schema des Richtens des Achsträgers
Schema des Richtens des Achsträgers

Bei der Inspektion der Getriebeteile ist zu beachten, dass an den Zahnrädern des Hauptantriebs und des Differenzials keine Risse und Abplatzungen im mittleren Zahnteil sowie Grübchenbildung auf einer Fläche von mehr als 25% der Zahnoberfläche zulässig sind.

Zahnräder mit Abplatzungen der Zahnköpfe auf einer Länge von nicht mehr als 5 mm vom Zahnende sind nach dem Entgraten der Abplatzungen für die weitere Verwendung zugelassen.

Bei der Aussonderung des antreibenden Zylinderrads oder eines der Kegelradpaare des Hauptantriebs ist zu beachten, dass diese drei Zahnräder nach der Fertigungstechnologie als Satz ausgewählt werden und als Satz ersetzt werden müssen.

Der Ersatz des antreibenden Zylinderrads oder des Kegelradpaares ist zulässig, wenn nach dem Aufpressen auf die Welle des antreibenden Zylinderrads die Abmessung des Zapfens des angetriebenen Kegelrads für das Lager 2 (siehe Abb. 10) überprüft wird.

Der Durchmesser des Lagersitzes nach dem Aufpressen des angetriebenen Kegelrads muss zwischen 90,012 und 90,035 mm liegen.

Der Rundlauffehler relativ zur Achse des antreibenden Zylinderrads darf 0,05 mm nicht überschreiten.

Die Differenzialschalen sind ebenfalls ein Satz. Wenn eine der Schalen ersetzt werden muss, sind auch sie als Satz zu ersetzen.

Lager mit Abplatzungen, Rissen, Zerstörung der Käfige sowie Ausbrüchen, Grübchen, tiefen Riefen und Brinellierung auf den Laufbahnen der Ringe und Rollen sind auszusondern.

Die Dichtungsmanschetten der Achswellen der vorderen Antriebsachse und der Getriebelagerdeckel sind bei Rissen, Verschleiß, Verhärtung und Rissbildung der Arbeitskanten zu ersetzen.

Eine Lockerung des Sitzes der Manschetten in den Käfigen und Lagerdeckeln ist nicht zulässig.

Beim Ersetzen der Dichtungsmanschette der Achswelle der Vorderachse ist das Manschettengehäuse nach dem Einpressen in die Bohrung des Achswellenrohrs an zwei Stellen durch Körnen zu sichern.

An den Teilen der Gleichlaufgelenke (Gabeln, Nocken und Scheiben) sind eingelaufene (geglättete) Riefen zulässig, die das Ergebnis des gegenseitigen Einlaufens neuer Teile während der Einfahrzeit sind.

An den Scheiben und Nocken ist ein stufenförmiger Verschleiß nicht zulässig.

Montage und Einstellung des Getriebes

Vor der allgemeinen Montage des Getriebes die Baugruppen vormontieren, die Gewindeoberfläche des Abdichtungsstopfens, die Anlageflächen der Deckel und des Getriebegehäuses mit Dichtungsschmiermittel schmieren.

Die Lager vor dem Einbau mit Getriebeöl schmieren, die Arbeitskanten der Dichtungsmanschetten mit dem Schmiermittel CIATIM-201.

Montage und Einbau der Baugruppe des angetriebenen Kegelrads

Mit einem Dorn den Innenring des Lagers 2 mit den Rollen auf den Zapfen des angetriebenen Kegelrads 1 aufpressen.

In die Nut der Welle des antreibenden Zylinderrads 5 die Passfeder 3 einpressen, die Stützscheibe 4 auf die Welle setzen und das angetriebene Kegelrad mit dem Innenring des Lagers 2 aufpressen.

Falls eines der Zahnräder aussortiert und ersetzt wird, ist die Baugruppe des angetriebenen Kegelrads in der folgenden Reihenfolge zu montieren.

Das angetriebene Kegelrad 1 auf die Welle des Zahnrads 5 aufpressen, das Maß und den Rundlauffehler des Lagersitzes für das Lager 2 überprüfen.

Der Durchmesser des Sitzes nach dem Aufpressen muss zwischen 90,012 und 90,035 mm liegen, und der Rundlauffehler relativ zur Achse des antreibenden Zylinderrads darf 0,05 mm nicht überschreiten. Bei Bedarf den Zapfen schleifen.

Nach der Bearbeitung des Zapfens das Zahnrad 5 ausdrücken und die Baugruppe des angetriebenen Kegelrads in der oben beschriebenen Reihenfolge montieren.

Das Getriebegehäuse in eine Vorrichtung einspannen und befestigen.

Den Außenring des Lagers 2 in das Getriebegehäuse einpressen, falls er beim Zerlegen ausgedrückt wurde.

Mit einem Dorn die Kegellager 8 (siehe Abb. 2) in die Lageraufnahme 5 einpressen und die Lageraufnahme mit dem Satz Ausgleichsscheiben 1 in die Bohrung des Getriebegehäuses einsetzen. Den Deckel 9 der Lageraufnahme mit zwei Schrauben anbringen und befestigen.

Durch das Seitenfenster des Getriebegehäuses die vormontierte Baugruppe des angetriebenen Kegelrads einbauen.

Die zwei Schrauben der Deckelbefestigung 9 abschrauben und den Deckel abnehmen. Die Druckscheibe 10 anbringen und befestigen. Die Schrauben der Druckscheibenbefestigung mit Draht sichern.

Den Deckel 9 der Lageraufnahme mit der Dichtungsscheibe 7 und dem Satz Ausgleichsscheiben 6 anbringen und befestigen.

Die Vorspannung der Lager 8 überprüfen und bei Bedarf durch Auswahl der Dicke des Satzes Ausgleichsscheiben 6 einstellen.

Das Drehmoment, das für eine gleichmäßige Drehung der Baugruppe des angetriebenen Kegelrads erforderlich ist, sollte zwischen 0,09 und 0,15 kgf·m liegen, was einer Kraft von 1,75 bis 2,93 kgf am antreibenden Zylinderrad entspricht.

Bei der Überprüfung der Einstellung der Lagervorspannung ist ein lokales Klemmen von bis zu 0,4 kgf·m zulässig.

Das Drehmoment bei kontinuierlicher, gleichmäßiger Drehung der Baugruppe des angetriebenen Kegelrads nicht vor fünf vollständigen Umdrehungen messen.

Montage und Einbau der Baugruppe der Welle des antreibenden Kegelrads

Maße zur Bestimmung der Dicke der Einstellscheibe
Maße zur Bestimmung der Dicke der Einstellscheibe: 1 - vorderes (hinteres) Lager des antreibenden Kegelrads; 2 - Lageraufnahme

Vor der Montage der Baugruppe die erforderliche Dicke der Einstellscheibe 7 (siehe Abb. 5) bestimmen.

Dazu mit einer Genauigkeit von ±0,05 mm die Dicke des Bundes der Lageraufnahme 5 (Maß a — Abb. 10) und die Abstände zwischen den Stirnflächen der Innen- und Außenringe der Lager der Aufnahme (Maße b und c) bestimmen.

Die erforderliche Dicke der Einstellscheibe nach der Formel bestimmen:

S = (a + b + c) – 0,05, wobei a die Dicke des Bundes der Lageraufnahme ist; b das tatsächliche Maß von der Stirnfläche des Innenrings des vorderen Lagers der Aufnahme bis zur Stirnfläche des Außenrings; c das tatsächliche Maß von der Stirnfläche des Innenrings des hinteren Lagers der Aufnahme bis zur Stirnfläche des Außenrings.

Nach der Bestimmung des Maßes S eine Einstellscheibe entsprechender Dicke auswählen.

Beim Hersteller wird die Vorspannung der Kegellager der Baugruppe durch Auswahl einer Einstellscheibe der erforderlichen Dicke eingestellt.

Der Satz der vom Werk hergestellten Einstellscheiben besteht aus 29 Stück mit den Dicken 14,00; 14,05; 14,10; 15,40 mm.

Falls kein Satz Einstellscheiben vorhanden ist und die Dicke der vorhandenen Einstellscheibe verringert werden muss, ist ihr Schleifen zulässig.

Mit Dornen die Außenringe der Lager 6 und 11 in die Lageraufnahme 5 (siehe Abb. 5) bis zum Anschlag am Bund der Aufnahme einpressen. Den Innenring des Lagers 11 mit den Rollen auf den Zapfen des antreibenden Kegelrads 8 aufpressen.

Das Zahnrad 8 auf die Welle 9 aufpressen und die vormontierte Baugruppe wie in Abb. 11 gezeigt in einen Schraubstock einspannen.

Die Einstellscheibe 7 (siehe Abb. 5) auf den Zapfen des antreibenden Kegelrads setzen; dabei muss die breitere Stirnseite der Scheibe zum Zahnkranz des Zahnrads zeigen.

Die Lageraufnahme 5 einsetzen und mit einem Dorn den Innenring des Lagers 6 mit den Rollen auf den Wellenzapfen des Zahnrads bis zum Anschlag an der Einstellscheibe aufpressen.

Die Mutter 12 auf die Zahnradwelle aufschrauben und anziehen.

Das Anzugsmoment der Mutter muss zwischen 45 und 50 kgf·m liegen.

Überprüfung der Einstellung des Lagers des antreibenden Kegelrads
Überprüfung der Einstellung des Lagers des antreibenden Kegelrads

Mehrmals mit einem Kupferdorn auf die Lageraufnahme klopfen und sie drehen, damit die Rollen die richtige Position einnehmen.

Das für eine gleichmäßige Drehung der Lageraufnahme des antreibenden Kegelrads erforderliche Drehmoment messen.

Das Drehmoment sollte zwischen 0,06 und 0,14 kgf·m liegen, was einer Kraft von 0,75 bis 1,75 kgf an der Lageraufnahme entspricht.

Das Drehmoment bei kontinuierlicher, gleichmäßiger Drehung der Lageraufnahme nicht vor fünf vollständigen Umdrehungen messen.

Wenn bei der Messung des Drehmoments die Drehkraft der Aufnahme kleiner als 0,75 kgf oder größer als 1,75 kgf ist, eine Einstellscheibe auswählen, deren Dicke entsprechend um 0,05 mm kleiner oder größer ist.

Nach Beendigung der Lagereinstellung die Sicherungsscheibe 13 und die Biegescheibe 14 anbringen.

Wenn beim Anbringen der Sicherungsscheibe der Stift der Mutter 12 nicht in die Bohrung der Sicherungsscheibe passt, die Mutter nachziehen (ein Lösen der Mutter ist nicht zulässig).

Wenn ein Nachziehen der Mutter nicht möglich ist, ist das Nacharbeiten der Bohrung in der Scheibe bis zur Übereinstimmung mit dem Stift der Mutter zulässig. Die Kontermutter 15 anziehen und mit der Biegescheibe 14 sichern. Das Anzugsmoment der Kontermutter muss 45–50 kgf·m betragen.

Den Innenring des Lagers 10 auf den Zapfen des hinteren Endes der Welle des antreibenden Kegelrads setzen.

Die vormontierte und eingestellte Baugruppe mit dem Satz Ausgleichsscheiben 11 (siehe Abb. 2) in das Getriebegehäuse einbauen. Die Lageraufnahme des antreibenden Kegelrads mit Schrauben befestigen.

Mit einem Dorn den Außenring des Lagers 18 mit den Rollen bis zum Anschlag der Rollen am Bund des Innenrings des Lagers einpressen.

Die weitere Einstellung nach dem Kontaktbild der Zahnräder ist im Artikel „Einstellung des Achsgetriebes des Ural-Fahrzeugs“ zu sehen.

Nach Beendigung der Einstellung die Lagerdeckel mit den Dichtungsscheiben anbringen und mit Schrauben befestigen.

Mit einem Dorn die Flansche auf die Keilwellenenden der Welle des antreibenden Kegelrads aufpressen, die Muttern der Flanschbefestigung anziehen und sichern.

Der in die Bohrung des hinteren Endes der Welle des antreibenden Kegelrads eingesetzte Splint muss in Richtung der geraden Kante des Flansches angeordnet sein (d. h. beim Aufsetzen des Flansches ist er relativ zur Splintbohrung der Welle zu orientieren).

Die Orientierung des Flansches auf der Welle ist vorgesehen, um den Kontakt des Splints mit der Gabel der einzubauenden Gelenkwelle zu vermeiden.

Montage und Einbau des Differenzials

Vor der Montage die Passflächen der Achswellenräder, der Ausgleichsräder und des Differenzialkreuzes mit Getriebeöl schmieren.

Wenn beim Zerlegen des Differenzials die Innenringe der Lager 2 (siehe Abb. 6) abgenommen wurden, beide Differenzialschalen 3 auf eine Platte setzen und mit einem Dorn die Lagerringe mit den Rollen bis zum Anschlag an den Stirnflächen der Schalen aufpressen.

Eine der Differenzialschalen auf einen Ständer setzen. Auf die Differenzialschale das angetriebene Zylinderrad 6 setzen, die Bohrungen in der Schale und im Zahnrad für die Befestigungsschrauben 5 ausrichten.

In die Differenzialschale die Stützscheibe 4 und das Achswellenrad 1 einsetzen. Auf die Zapfen des Kreuzes 7 vier Ausgleichsräder 9 mit ihren kugeligen Stützscheiben 8 setzen. Das Kreuz mit den Ausgleichsrädern in die Ausnehmungen der Differenzialschale legen.

Das zweite Achswellenrad mit seiner Stützscheibe auf die Ausgleichsräder legen.

Die Stützscheibe so auf den Zapfen des Achswellenrads setzen, dass nach dem Aufsetzen der zweiten Differenzialschale die Nasen der Scheibe in die Schmierbohrungen der Schale fallen.

Die zweite Differenzialschale unter Ausrichtung der beim Zerlegen angebrachten Markierungen aufsetzen.

Die Schrauben 5 in die Bohrungen der Differenzialschalen und der Nabe des angetriebenen Zylinderrads stecken, die Muttern auf die Schrauben schrauben. Die Schrauben von der Seite der größeren Vertiefung der Zahnradnabe her einsetzen.

Das Differenzial in einen Schraubstock einspannen, den Kranz des angetriebenen Zylinderrads festklemmen. Die Muttern der Schrauben der Differenzialschalenbefestigung anziehen.

Die korrekte Montage des Differenzials überprüfen. Die Zahnräder im montierten Differenzial müssen sich beim Drehen des Achswellenrads mit einem Keilwellendorn frei drehen lassen.

Nach Beendigung der Überprüfung die Muttern der Schrauben der Differenzialschalenbefestigung sichern.

Das montierte Differenzial auf die Lager des Getriebegehäuses setzen; dabei muss der Kranz des angetriebenen Zylinderrads symmetrisch zum Kranz des antreibenden Zylinderrads positioniert sein, und die Köpfe der Schrauben der Differenzialschalenbefestigung müssen zum angetriebenen Kegelrad zeigen.

Die Außenringe der Lager einsetzen und die Differenziallagerdeckel entsprechend den beim Zerlegen angebrachten Markierungen aufsetzen. Die Schrauben der Deckelbefestigung anziehen. Das Anzugsmoment der Schrauben beträgt 25 kgf·m.

Die Einstellmuttern bis zur Berührung der Mutternstirnflächen mit den Außenringen der Lager einschrauben.

Die Differenziallager einstellen. Dazu eine Messuhr anbringen und durch Anziehen einer der Einstellmuttern eine Vergrößerung des Abstands zwischen den Differenziallagerdeckeln um 0,15–0,25 mm erreichen. Gleichzeitig das Differenzial mehrmals über das angetriebene Zylinderrad drehen, um die Rollen der Lager richtig zu positionieren.

Nach Beendigung der Einstellung die Sicherungsbleche 27 (siehe Abb. 2) in die Nuten der Einstellmuttern einsetzen und mit den Schrauben 28 befestigen.

Die entsprechenden Schrauben durch Umbiegen der Sicherungsbleche 23 und der Schließscheiben 31 sichern. Den Abdichtungsstopfen der Achse in die Bohrung des Getriebegehäuses einschrauben.

Die Funktion des montierten Getriebes durch Drehen von Hand am Flansch der Welle des antreibenden Zahnrads überprüfen. Dabei müssen die Zahnräder ohne spürbares Klemmen laufen.

Prüfung des Getriebes

Das montierte Getriebe der Antriebsachse auf einem speziellen Prüfstand einlaufen; bei Fehlen eines Prüfstands die Prüfung durch einen Kontrolllauf am Fahrzeug durchführen.

Das Getriebe auf dem Prüfstand mit reversierender Drehrichtung und leichtem Bremsen bei einer Drehzahl der Welle des antreibenden Kegelrads von 1000 U/min prüfen.

Um Riefen und Klemmen zu vermeiden, sollte die Prüfdauer 0,5 min nicht überschreiten.

Das Fehlen von Klopfgeräuschen, erhöhtem Zahnradgeräusch und das Vorhandensein eines Kontaktbildes auf beiden Seiten des Zahns des angetriebenen Kegelrads sind ein Zeichen für eine korrekte Montage und Einstellung des Getriebes.

Bei erhöhtem Geräusch oder Klopfgeräuschen ist das Getriebe zu zerlegen. Die Lagereinstellung, die Position des Kontaktbildes überprüfen und bei Bedarf die Einstellung des Getriebes wiederholen.

Prüfung der Antriebsachsen. Nach der Montage die Antriebsachse auf dem Prüfstand ohne Last einlaufen.

Das Einlaufen erfolgt bei einer Drehzahl von 1200–1500 U/min im Vorwärts- und Rückwärtsgang für eine Minute und bei einer Drehzahl von 2400–2600 U/min im Vorwärtsgang für 3 Minuten.

Vor der Prüfung 4 Liter Industrieöl I-20A in das Achsgehäuse einfüllen. Während des Einlaufens die Laufruhe und Geräuschentwicklung des Getriebes sowie die Funktion der Gelenke der Vorderachse durch Drehen der Radnaben in beide Richtungen überprüfen.

Nach dem Einlaufen das Öl aus dem Achsgehäuse ablassen.

Die Antriebsachsen der Fahrzeuge Ural-4320, -4420 auf Dichtheit der Luftzufuhr-Manschetten sowie der Verbindungen des Getriebes, des Achsträgers und der Achsschenkelbaugruppen prüfen.

Die Dichtheit der Luftzufuhr-Manschetten 10 Minuten lang unter einem Luftdruck von 3,2 kgf/cm² prüfen.

Die Gewindebohrungen der Achswellenrohre (oder der Stutzen der Schwenkzapfen der Vorderachse) für die Enden der flexiblen Schläuche des Reifenluftsystems verschließen.

Die Luft über die Luftzufuhrschläuche zuführen.

Luftlecks bei der Prüfung sind nicht zulässig.

Die Dichtheit der Verbindungen der mittleren (hinteren) Antriebsachse durch Zuführen von Luft durch die Bohrung im Getriebegehäuse unter den Stopfen des Abdichtungssystems prüfen.

Bei der Prüfung der vorderen Antriebsachse die Dichtheit der Verbindungen des Getriebes und der Achsschenkelbaugruppen prüfen, indem gleichzeitig Luft durch die Bohrungen in den Achsschenkelgehäusen und im Getriebegehäuse unter die Stutzen und den Stopfen des Abdichtungssystems zugeführt wird.

Der Luftdruck bei der Prüfung beträgt 0,35 kgf/cm²; der zulässige Luftdruckabfall beträgt nicht mehr als 0,1 kgf/cm² innerhalb von 1 Minute.

Während der Prüfungen die Welle des antreibenden Kegelrads einige Umdrehungen drehen sowie beide Achsschenkelgehäuse der Vorderachse von einer Extremstellung in die andere drehen.

Das Getriebe (die Achse) in umgekehrter Reihenfolge der Demontage in das Fahrzeug einbauen. Nach dem Anziehen der Schrauben und Muttern der Getriebegehäusebefestigung die beiden im Gehäuseinneren befindlichen Schrauben mit Draht sichern.

Beim Einbau des seitlichen Getriebegehäusedeckels beide Seiten der Dichtungsscheibe 34 (siehe Abb. 2) mit einer dünnen Schicht Ölfarbe bestreichen.

Nach dem Befestigen des seitlichen Deckels des Getriebegehäuses der Vorderachse die beiden Schrauben der Deckelbefestigung durch Körnen an zwei Stellen sichern.

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