Getriebe
Getriebe hergestellt von JSC "SAAZ AMO ZIL" – mechanisch, fünf Gänge, synchronisiert, mit zentralem Steuerhebel, mit Direkt- oder Overdrive-Fünftergang. Der Schalthebel ist über eine Stange mit dem Schalthebel am Fahrerarbeitsplatz verbunden. Der Aufbau des Getriebes und seines Antriebs ist in Abb. 1 und Abb. 2 dargestellt.
1 — Primärwelle; 2 — Sekundärwelle; 3, 6 — Synchronisierer; 4 — Abdeckung; 5 — Steuermechanismus; 7 — Abdeckung des hinteren Lagers der Sekundärwelle;
8 — Tachometer-Antriebsschnecke; 9 — Sekundärwellenflansch; 10 — Flanschmutter der Sekundärwelle; 11 — Tachoantrieb; 12 — erster Gang und Rückwärtsgang;
13 — Zwischenwelle; 14 — Zahnräder des zweiten Gangs; 15 — Rückwärtsgang und Nebenantrieb; 16 — Gänge des dritten Gangs;
17 — Gänge des vierten (fünften) Gangs; 18 — Zwischenwellen-Antriebspaar; 19 — Kurbelgehäuse; 20 — Eingangswellenabdeckung;
21 — Zwischenrückwärtsgang und Nebenantrieb
Getriebe der folgenden Modelle können im Bus installiert werden: SAAZ-3206, SAAZ-320670, SAAZ-132A2, SAAZ-132M3.
Die neue Getriebefamilie SAAZ-136 weist eine erhöhte Lebensdauer und folgende Unterschiede zum SAAZ-3206 auf:
- alle Zahnräder auf der Sekundärwelle sind auf Nadellagern montiert;
- die Zahnräder der Zwischenwelle sitzen aufgrund von Übermaß passfederlos auf der Welle;
- die Zwischenwelle ist auf Kegellagern montiert, deren Anzug durch eine spezielle Mutter reguliert wird;
- beim SAAZ-136M sind in allen Gängen Kupplungssynchronisierungen eingebaut, beim SAAZ-136A sind Fingersynchronisierungen mit mit Molybdän beschichteten Stahlkegelringen;
- ein berührungsloser Tachosensor ist verbaut.
Zur besseren Nutzung der Leistungseigenschaften wird empfohlen, auf Vorortstrecken Busse mit Getrieben mit beschleunigendem 5. Gang und auf Stadtstrecken Busse mit Getrieben mit direktem 5. Gang zu verwenden.
Zum Öleinfüllen befindet sich in der rechten Wand des Kurbelgehäuses 19 eine Einfüllschraube. Zum Ablassen des Öls befindet sich in der linken Wand des Kurbelgehäuses unten eine Ablassöffnung, die mit einer magnetischen Verschlussschraube verschlossen ist. Der Kasten ist entlang des Flansches der Eingangswellenabdeckung 20 zentriert.
1 — Hebelgriff; 2 — Schalthebel; 3 — Scharnier; 4 — Hebelhalterung; 5 — Stange; 6 — Schrauben; 7 — Finger; 8 — Kupplung; 9 — Gabel; 10 — Getriebe; 11 — Schalthebel
Der Gangwechsel erfolgt über den Steuermechanismushebel im Deckel 4 (Abb. 1) des Getriebes über die Stange 5 (Abb. 2) und den Schalthebel 2 am Fahrerarbeitsplatz. Wenn das Schalten schwierig ist, empfiehlt es sich, den Antrieb durch Verändern der Länge der Stange 5 durch Drehen der Gabel 9 der Schaltstange anzupassen.
Bei der Wartung des Getriebes werden dessen Befestigung am Kupplungsgehäuse und die Befestigung der Teile des Getriebes selbst am Kurbelgehäuse überprüft; der Ölstand wird gemäß Schmierplan erneuert und gehalten. Beim Ölwechsel müssen Sie den Magneten der Ablassschraube und die Entlüftung reinigen. Eine verstopfte Entlüftung kann aufgrund des erhöhten Drucks im Kurbelgehäuse zu einem Ölleck führen. Achten Sie beim Ölwechsel sowie bei der Reparatur des Getriebes darauf, dass keine Verunreinigungen eindringen, die zum Blockieren der Zahnräder führen können.
Mögliche Getriebestörungen und Möglichkeiten zur Beseitigung
Schwierigkeiten beim Einlegen aller Gänge
- Unvollständiges Ausrücken der Kupplung (Kupplung "treibt") — Kupplungspedalspiel einstellen.
Gangwechsel mit einem Knall und einem mahlenden Geräusch
- Verschleiß der Synchronkegelringe — Synchronisierer ersetzen.
- Verschleiß der Verriegelungsfasen der Stifte und des Schlittens — Synchronisierer ersetzen.
Selbstschaltende Gänge während der Fahrt
- Unvollständiges Einlegen des Gangs aufgrund eines fehlerhaften Schaltmechanismus — Fehlerbehebung.
- Verschleiß der Gabeln — Verschlissene Teile ersetzen.
- Lösen von Gabeln und Köpfen — Befestigung festziehen.
Gänge lassen sich nicht einlegen
- Bruch der Stifte und Synchronklemmen — Synchronisierer ersetzen.
Erhöhtes Geräusch beim Getriebebetrieb
- Lösen von Befestigungselementen — Befestigungselemente festziehen.
- Verschleiß und Bruch der Zahnradzähne — Verschlissene Teile ersetzen.
Ölleck am Getriebe
- Verschleiß oder Elastizitätsverlust der Wellendichtringe — Wellendichtringe ersetzen.
- Erhöhter Druck im Kurbelgehäuse — Entlüftung ausblasen.
- Verletzung der Dichtheit entlang der Dichtflächen — Befestigungselemente festziehen, Dichtungen ersetzen.