Der Kolben dient dazu, den Druck von Gasen wahrzunehmen und über den Kolbenbolzen auf das Pleuel und die Kurbel der Kurbelwelle zu übertragen

Er ist am stärksten mechanischen und thermischen Belastungen ausgesetzt

Da sich der Kolben hin und her bewegt, entstehen zusätzlich hohe zyklische Trägheitslasten und erhebliche Reibungskräfte der Seitenfläche des Kolbens gegen den Zylinder.

Gleichzeitig übernimmt der Kolben die Funktion eines Dichtelements des Kurbeltriebs und entzieht den im Oberkolbenraum befindlichen heißen Gasen Wärme.

KAMAZ-Kolben und Pleuel

Kolben 6 besteht aus einem Boden, einem Dichtungsteil und einem Führungsteil (Schürze). Auf der Innenseite des Rocks befinden sich zwei massive Gezeiten - Bosse.

Sie sind durch Rippen mit dem Boden verbunden, wodurch die Festigkeit des Kolbens erhöht wird.

In den Vorsprüngen wurden Löcher für die Finger gemacht, in die die Ringnuten für die Sicherungsringe 5 eingearbeitet wurden.

Der Boden bildet zusammen mit dem Dichtband den Kolbenboden.

An den Außenflächen von Kopf und Schaft sind Nuten für den Einbau von zwei Kompressions- und Ölabstreifringen eingearbeitet.

Der obere Teil des Kolbens wird als Dichtband bezeichnet, da die hier gemessenen Kolbenringe den Durchtritt von Gasen durch die Spalte zwischen Kolben und Zylinder verhindern.

Die Mantelfläche des Kolbens ist in der Höhe abgestuft (der Durchmesser des Kolbenbodens ist kleiner als der Durchmesser des Schafts).

Im Querschnitt hat die Schürze die Form einer Ellipse, und die Hauptachse der Ellipse liegt in einer Ebene senkrecht zur Achse des Fingers.

Dieses Kolbendesign sorgt dafür, dass der Spalt zwischen Kolben und Hülse in der Bewegungsebene des Pleuels praktisch unabhängig vom thermischen Zustand des Motors ist und verhindert somit ein Verklemmen des Kolbens bei warmem Motor.

Gleichzeitig reduziert die Elliptizität des Kolbens die Geräuschentwicklung bei kaltem Motor durch das verringerte Spiel zwischen Kolben und Zylinderwand in Richtung der vom Pleuel auf den Kolben wirkenden Querkraft.

Die Oberfläche des Kolbenschafts ist mit einer kolloidalen Graphitbeschichtung beschichtet, um das Einlaufen des Kolbens in die Laufbuchse zu verbessern.

Die Kolben sind aus einer Aluminiumlegierung mit hohem Siliziumgehalt gegossen, was die Wärmeübertragung verbessert und die Masse der Kolben und folglich die Trägheitskräfte reduziert, die aufgrund der ungleichmäßigen Bewegung der Kolben auf den Kurbelmechanismus wirken.

Am Boden des Kolbens befindet sich eine abgebildete Brennkammer und im Kolbenkopf sind drei Nuten für Kolbenringe angebracht.

Die am stärksten belastete obere Nut hat einen widerstandslosen Einsatz aus hitzebeständigem Gusseisen, der die Verschleißfestigkeit des Kolben-zu-Kopf-Verdichtungsrings erheblich erhöht.

Um das Überkolbenspiel beim Zusammenbau des Motors zu verringern, wird durch die Wahl der Ausführung des Kolbens darauf geachtet, dass dieser 0,5 ... 0,7 mm über das dichtende Ende der Hülse hinausragt.

Der Index der Kolbenversion (10, 20, 30, 40) ist auf der Unterseite sowie auf dem nicht arbeitenden Ende des Überstands der Buchsen markiert.

Am Kolben sind zwei Kompressionsringe und ein Ölabstreifer verbaut.

Kompressionsringe sollen verhindern, dass Gase während der Kompression und Expansion in das Kurbelgehäuse entweichen. Außerdem dienen sie dazu, Wärme vom Kolben auf den Zylinder zu übertragen.

Der Ölabstreifring wird verwendet, um überschüssiges Öl von der Arbeitsfläche des Zylinders zu entfernen und zu verhindern, dass es in den Brennraum gelangt.

Der Durchmesser des Kolbenrings im freien Zustand ist größer als der Durchmesser des Zylinders, daher wird er im eingebauten Zustand fest gegen seine Wände gedrückt. In der Kolbennut bildet der Ring eine Labyrinthdichtung mit geringem Spalt.

Gase, die aus dem Raum über dem Kolben in dieses Labyrinth eindringen, verringern ihren Druck und ihre Geschwindigkeit und drücken den Ring gegen die Zylinderwand.

Ein Schnitt im Ring wird Schloss genannt. Der Ring sollte im funktionstüchtigen Zustand immer einen Spalt im Schloss haben, damit er beim Erhitzen nicht klemmt.

Der Spielwert beim Einbau des Kolbens in den Zylinder liegt im Bereich von 0,4-0,8 mm für Kompressionsringe, 0,3-0,7 mm für Ölabstreifer.

Damit die Ringe frei federn können, werden sie auch in der Höhe mit geringem Spalt in die Nuten am Kolben eingebaut. Das Axialspiel des oberen Kompressionsrings ist etwas größer als das des unteren.

Kompressionsringe haben einen trapezförmigen Querschnitt. Die Arbeitsfläche des oberen Kompressionsrings ist verchromt, hat eine Spiegeloberfläche, die untere ist Molybdän, es ist matt.

Während der Bewegung des Kolbens werden die Ringe zuerst auf die obere, dann auf die untere Ebene der Nuten gedrückt und schaffen dadurch die notwendige Dichtung, die das Eindringen von Gasen in das Kurbelgehäuse durch die Nuten verhindert.

Gleichzeitig können die Kompressionsringe das Öl, das sie von den Zylinderwänden entfernen, in den Brennraum pumpen: Wenn sich der Kolben nach unten bewegt, sammelt sich das Öl im Spalt zwischen dem Ring und der unteren Ebene Rillen, und wenn es sich nach oben bewegt, wird das Öl in den Spalt zwischen dem Ring und der oberen Ebene der Rille herausgedrückt.

Dazu trägt auch der Unterdruck im Zylinder während des Ansaugtaktes bei.

Mit zunehmendem Endspiel an der Schnittstelle zwischen Ring und Kolbennut nimmt aufgrund der Pumpwirkung der Ringe die in die Brennkammer gepumpte Ölmenge zu, was zu einem starken Anstieg des Verbrauchs führt.

Deshalb ist es notwendig, das Axialspiel nach dem Einbau der Ringe am Kolben zu prüfen.

Der Ölabstreifring ist vorgefertigt; Es besteht aus einem gusseisernen Kastenring mit verchromter Arbeitsfläche und einem Spiralfeder-Expander. Die Verchromung der Ringe erhöht ihre Verschleißfestigkeit.

Die untere Nut im Kolben für den Ölabstreifring hat Löcher um den gesamten Umfang, um das durch den Ring von der Oberfläche des Zylinders entfernte Öl ablaufen zu lassen.

Der Kolben ist mit der Pleuelstange durch einen hohlen schwimmenden Stift verbunden, dessen axiale Bewegung im Kolben durch zwei Federsicherungsringe begrenzt wird.

Stahlpleuel, I-Querschnitt. Der untere Kopf der Pleuelstange ist geteilt.

Für einen passgenauen Sitz der Buchsen ist der untere Kopf der Pleuelstange fertig montiert mit einer Kappe, wodurch die Kappen der Pleuelstangen nicht austauschbar sind.

Die Kappe und die Pleuelstange sind mit Passmarken in Form von dreistelligen Seriennummern gekennzeichnet. Zusätzlich ist die Zylindernummer auf dem Pleueldeckel eingestanzt.

Lager im oberen Kopf der Pleuelstange sind einteilige Bimetallbuchsen mit einer Arbeitsbronzeschicht; im unteren Kopf der Pleuelstange - abnehmbare austauschbare Buchsen.

Die Abdeckung des unteren Kopfes der Pleuelstange ist mit Muttern an zwei Bolzen befestigt, die in die seitlichen Vorsprünge des unteren Kopfes der Pleuelstange eingepresst sind

Eine spezielle Sicherung von Pleuelschrauben und -muttern gegen Selbstlockern ist nicht vorgesehen.

Das liegt daran, dass die Pleuelschrauben automatisch "gegen Selbstlockern durch Reibung im Gewinde geschützt sind, sofern die Vorgaben zum Anziehen der Muttern der Pleuelschrauben genau eingehalten werden."

Pleuelschrauben können durch zu geringes oder zu starkes Anziehen brechen. Anzugsmoment 23 - 25 kg/cm